Folge 12 | …und jetzt, Verena Hubertz? Wie wird Wohnen wieder bezahlbar?

Shownotes

Wohnungsnot, steigende Mieten, hohe Baukosten – wie kommt Deutschland aus der Krise?

Warum fehlen in Deutschland hunderttausende Wohnungen? Reicht mehr Neubau aus, um die Mieten zu senken? Und wie lassen sich Klimaschutz, bezahlbares Wohnen und wirtschaftliches Bauen miteinander verbinden?

In dieser Folge sprechen wir mit Bundesbauministerin Verena Hubertz über Wohnungsbau, Mietpreisbremse, sozialen Wohnungsbau, serielles Bauen, Bürokratieabbau, das neue Gebäudeenergiegesetz und die Zukunft des Bauens in Deutschland.

Ein Gespräch über steigende Mieten, politische Reformen, innovative Baukonzepte – und darüber, welche Stellschrauben jetzt entscheidend sind, um den Wohnungsmarkt nachhaltig zu entlasten.

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00:00:00: Ist das Bauen in der Zukunft bezahlbar?

00:00:02: Ist es klimaneutral, wie funktioniert eigentlich serielles Bauen.

00:00:06: All diese spannenden Themen besprechen wir heute mit der Bundesbauministerin Verena Hubertz und dieses Gespräch wurde aufgenommen am twentyzehsten Mai.

00:00:18: Moin und hallo zusammen.

00:00:19: herzlich willkommen zur nächsten Folge von Und jetzt heute mal mit einem echt lebenspaktischen Thema denn das Thema Wohnen, das geht uns ja am Ende des Tages alles an Und dafür haben wir die Frau, die von Amtswegen auch fast alles, fast jede Antwort geben müsste oder Christoph?

00:00:39: Genau Stefan.

00:00:39: Heute bei uns im Podcast ist Verena Huberts Bundesbauministerin und damit für das Kabinett März maßgeblich verantwortlich für das Thema Bauen und Wohnen – und damit natürlich auch für das spannende Thema Mieten!

00:00:52: Wir sprechen heute drüber.

00:00:53: Verena, schön dass du heute bei uns bist.

00:00:55: Herzlich willkommen aber lasst uns mal etwas privat anfangen….

00:00:59: Du bist eine Sehr junge Mutter und das Kind ist echt noch klein.

00:01:05: Ich weiß gar nicht, ob eure Tochter es ist glaube ich jetzt schon ein Jahr alt ist.

00:01:10: Wie ist es denn so in der politischen Wirklichkeit mit dem Anspruch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

00:01:15: Läuft's oder schwierig?

00:01:18: Der Kleine ist jetzt vier Monate alt und in der Tat, wie für alle junge Eltern, ist das noch mal ein ganz neues Kapitel was dann aufgeht.

00:01:26: Die Nächte werden kürzer es ist alles wahnsinnig aufregend Wahnsinnig spannend Und im politischen natürlich auch eine besondere Situation Denn unsere Arbeitszeiten sind natürlich nicht so oft immer planbar und deswegen bin ich sehr dankbar dass Ich einen großartigen Partner an meiner Seite habe der die Elternzeit übernimmt der auch viel mit dem kleinen Ministerium ist im Bundestag und wir das miteinander gut hinkriegen.

00:01:52: Aber es ist natürlich schon der Spagat, den viele Familien auch in diesem Land miteinander zu gehen haben.

00:01:58: Herzlichen Glückwunsch nochmal von unserer Seite auf jeden Fall!

00:02:02: Ich würde sagen Familie und Beruf sind immer ein ganz spannendes Thema.

00:02:06: ich bin Vater einer kleinen Tochter, ein Jahr ist die kleine mittlerweile auch da.

00:02:13: noch mal ein herzliches Dankeschön an meine Frau, die das zu Hause oftmals mir in den Rücken frei hält.

00:02:19: Wie erlebst du denn die Zusammenarbeit mit deinem Partner um die ganze Mental-Load überhaupt schaffbar zu gestalten?

00:02:25: Also das Thema bleibt ja leider noch in unserer Gesellschaft viel zu oft bei den Müttern hängen.

00:02:30: Schafft ihr das Zuhause besser!

00:02:32: In der Tat schaffen wir das sehr gut, denn da muss ich jetzt auch ehrlich sein.

00:02:36: Mein Partner hat ganz schön viel der Mental-Load auf seinem Zettel und das Interessante ist ... letztens war er mit dem Kleinen bei der Kinderärztin.

00:02:44: Es gibt immer die U-Untersuchungen und dann wurde dann gefragt, wo ist denn ihre Frau?

00:02:48: Und er war der einzige Mann im Wartezimmer!

00:02:51: Das ist ja auch mal eine Perspektive, die viel zu oft nur rein weiblich ist.

00:02:56: Deswegen finde ich es genau wichtig, dass sowohl Männer als auch Frauen Karriere machen können sollten, wenn ... das Kind dazukommt.

00:03:03: Und in dem Fall bin ich diejenige, die jetzt viel auf der Arbeit ist und er eben viel sowohl der Arbeit mit dem Kleinen übernimmt aber auch eben der Mental-Load.

00:03:13: Ich versuch da natürlich soviel!

00:03:14: Ich kann dazu sein auch mitzudenken voranzudenken, aber er macht ja schon gerade einen großen Batzen mehr.

00:03:20: Um das Thema abzuschließen, vielleicht noch mal ein Kommentar aus der Perspektive des Großvaters.

00:03:26: Eines ganz wunderbaren zweieinhalb Jahren Enkels und ich sage euch dass Großeltern da sein!

00:03:31: Das ist fantastisch.

00:03:32: nur noch Kür keine Pflicht sehr zu empfehlen aber bis hier müsst ihr noch So, Verena.

00:03:38: Lass uns mal zum Ernst der Realität kommen!

00:03:41: Also, vierhunderttausend Wohnungen im Jahr – das war im Versprechen der Ampelregierung.

00:03:47: Das hat sich irgendwie doch eingeprägt.

00:03:49: Zumal der Bedarf ja ohne Frage da ist aus deiner jetzigen Sicht.

00:03:53: Ist ein solches Ziel erreichbar oder welches Ziel würdest du selber sagen kann man realistischerweise schaffen?

00:03:59: Ich bin... Sehr davon überzeugt, dass es nicht richtig ist, Ziele in Stein zu meiseln und denen dann hinterherzulaufen.

00:04:07: Denn die Welt entwickelt sich manchmal schneller als uns das lieb is'.

00:04:11: In der Ampel-Regierung haben wir in der Tat sehr prominent damals mit Olaf Scholz im Bundestagswahlkampf mit den vierhunderttausend Wohnungen geworben – die standen auf jedem Plakat drauf!

00:04:20: Dann kam der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und es hat alles geändert — die Zinskosten, die Energiepreise, die Unsicherheit im Land.

00:04:28: Und deswegen waren die Vierhunderttausend auch da nicht realistisch und sie sind auch gerade nicht aktuell erreichbar, weil wir mit dem Iran Krieg schon wieder den nächsten Krieg vor der Tür haben.

00:04:38: Ich bin ja als Unternehmerin in den Bundestag gekommen und ich weiß dass man heutzutage ein Stück weit auch agiler und flexibler auf die Lage reagieren muss und deswegen sage ich... jede Wohnung zählt und wir tun alles dafür, dass wir wieder aus diesem Tal herauskommen.

00:04:52: Und wir sehen es auch gerade an den Baugenehmigungen.

00:04:54: die sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jetzt wieder gestiegen und wir kommen so ein Stück weit aus der Talsole gerade auch wieder raus.

00:05:01: heißt denn Baugenehmigung?

00:05:03: Auch das diese Objekte tatsächlich gebaut werden?

00:05:05: weil das ist ja im Endeffekt daran woran wir auch gemessen werden und in einigen Bereichen ist eine Baugenehnigung nicht immer gleich zu setzen mit der Umsetzung Weil dann zum Beispiel die Rentabilität sich doch erheblich verschlechtert hat in letzten Jahren.

00:05:18: In der Tat Christoph spricht so dann ein richtiges Thema an, aber ich sage immer ohne Baugenehmigungen auch keine Baustelle.

00:05:24: Also wir brauchen erst mal die Baugenehmigung um überhaupt etwas ins Laufen zu bringen.

00:05:29: Wir sehen aber auch das Problem dass wir viele Baugnehmigung im Land haben.

00:05:33: Wir sprechen vom sogenannten Bauüberhang Aber das Bauen nicht losgegangen ist.

00:05:37: aus eben dieser Krisenlage heraus und deswegen habe Ich eigens dafür einen Förderprogramm ins Leben gerufen ... achthundert Millionen Euro, um relativ niedrigschwellig zu sagen.

00:05:47: Ihr habt schon eine Baugenehmigung?

00:05:48: Hier könnt ihr loslegen!

00:05:50: Es ist nicht überkompliziert.

00:05:51: EHA-Fünfundfünfzig als Standard mit hundert Prozent erneuerbaren dazu und das Programm haben wir jetzt auch noch mal vorzuverlängern weil die Mittel auch noch da

00:06:00: sind.".

00:06:01: Wenn du mal in diese ganzen Widrigkeiten sei jetzt administrativ aber sei es wahrscheinlich vor allen Dingen wirtschaftlich Mal ins Kölk kühl ziehst was glaubst du denn?

00:06:12: Auf was für eine Gesamtzahl kann man bei einer ambitionierten Politik sich realistischerweise tatsächlich versuchen einzuschießen?

00:06:21: Und ich habe im Hinterkopf dazu gesagt, das ist immer schwierig mit der Prognose.

00:06:25: Ja und das ist in der Tat auch so, dass man jetzt hier nicht eine Zahl nennen kann oder sollte.

00:06:31: Weil ja vieles auch zusammenkommen muss die Finanzierungsbedingungen Die Genehmigungsprozesse aber vor allen Dingen mal wieder die Stimmung im Land.

00:06:38: Und deswegen haben schon alle Journalisten probiert eine zahl aus mir heraus zu kitzeln Stefan und ich werde auch hier jetzt leider keine nennen können Aber es fehlen hunderttausende wohnungen in diesem land und deswegen zählt jede wohnung die wir bauen jedes haus dass wir bauen und doch jede wohne die wir umbauen, denn wir haben auch ganz viel Gewerbefläche oder Bauernhöfe.

00:06:56: Christoph du kommst ja aus der Landwirtschaft wo man vielleicht den Betrieb irgendwann nicht mehr weiter verfolgen kann im Generationenwechsel, wo auch Wohnraum entsteht und das wollen wir jetzt noch mal erleichtern mit einem Gesetz was wir gerade auf dem Tisch haben?

00:07:09: Ja das Problem stimmt dass es schwierig ist prognosen zu stellen.

00:07:14: gleichzeitig sehr konkret kann man sagen wie viele Wohnungen fehlen Und der daraus resultierende Druck beschränkt sich ja nicht nur auf die Leute, die Wohnungen suchen sondern auch auf diejenigen, die es an den steigenden Mieten dann mittelbar zu spüren kriegen.

00:07:27: Lass uns mal über die Mieter in den Wohnungen sprechen!

00:07:31: Die merken tatsächlich wo.

00:07:34: die Mieten gehen kräftig in Höhe.

00:07:36: vor allen Dingen wenn man eine Wohnung neu mietet, dann hat man derzeit ganz schlechte Karten.

00:07:42: Fällt dir dazu etwas ein wie man eigentlich wirklich dafür sorgen kann dass die Mieten nicht so durch die Decke gehen wie das im Moment wirklich spürbar ist?

00:07:53: Wir müssen massiv in den gemeinwohlorientierten und den sozialen Wohnungsbau investieren und das tun wir auch.

00:08:00: ich als Bundesministerin gebe in dieser Legislaturperiode also den vier Jahren anmitteln für den sozialen Wohnungsbau.

00:08:09: Die Länder, und das weißt du noch sehr gut Stefan ihr verdoppelt diesen Betrag immer also helftig steuert ihr bei und damit entsteht eben Neubau aber sozialer Neubaut.

00:08:20: Das bedeutet dass die Miete nicht das ist was der Markt üblicherweise verlangt sondern eben auch sehr günstige Mieten sind.

00:08:28: Ich war gerade am Montag bei einem Projekt hier in Berlin, da ist jetzt sozialer Wohnungsbau für sechs Euro den Quadratmeterpreis entstanden und das sind natürlich ganz, ganz wichtige Hoffnungssignale für viele Menschen in Ballungsgebieten im ganzen Land.

00:08:40: Sechs Euro?

00:08:41: Da würden viele sagen, da bin ich aber sofort dabei weil grade in den großen Städten – aber übrigens auch zunehmend im ländlichen Raum, das sehen wir wie Niedersachsen zum Beispiel ziemlich deutlich – da fängt man bei zehn Euro allmählich an nachzudenken.

00:08:56: Aber tatsächlich geht es bis zu fünfzehn bis zwanzig Euro natürlich je nach Lage hoch.

00:09:01: Das ist schon ein richtig heftiges Problem, also du glaubst aber am Ende wir werden das nicht über Mieterschutz lösen können sondern nur überbauen bauen

00:09:10: Nein, wir brauchen beides.

00:09:12: Ich sag immer das ist so eine Medaille die hat zwei Seiten.

00:09:15: Das eine ist das Angebot.

00:09:16: wenn nicht genug Angebot da ist dann kann ich regulieren wie ich will.

00:09:19: Die Leute brauchen ja Wohnungen die sie finden.

00:09:22: Wir brauchen Investoren die Wohnungen bauen wir brauchen die öffentliche Hand die wohnung baut und deswegen Ist das angebot ganz wichtig.

00:09:29: aber wir brauchen auch faire spielregeln am markt.

00:09:32: Und deswegen haben wir auch in dieser legislatur meine kollegin die justizministerin stephanie hubig ist für das mitrecht bei uns federführend verantwortlich, haben wir jetzt schon zwei Dinge auf den Weg gebracht.

00:09:43: Einmal die Mietpreisbremse verlängert, die eben verhindert dass wenn eine Wohnung neu vermietet wird das dann die Miete nicht einfach wie das manchmal so ist, dann gut und gerne richtig durch die Decke geschossen nochmal neu fahren Anlag wird.

00:09:56: Und wir haben jetzt noch weitere Regelungen auf den Weg gebracht, zum Beispiel Kurzzeitmieten oder bebliertes Wohnen also da wo viel Schindluder getrieben wird und man auch regeln umgeht, da jetzt nochmal Türen zugemacht und das würde natürlich auch helfen dass Menschen in einer Region und ich stimme dir total zu Ich komme selbst aus dem ländlichen Raum in der Nähe von Trija und da haben wir auch die Herausforderung Also es ist nicht ein Großstadtproblem absolut nicht und dass wir dort dann auch Regeln haben die auch diese Dinge begrenzen.

00:10:24: Bei mir vor Ort sagt die kommunale Wohnungswirtschaft tatsächlich, wir haben eigentlich keinen regional bezogen, kein Angebotsproblem.

00:10:31: Also es gibt schon immer noch freie Wohnungen der Markt funktioniert in Landkreis Gossler sag ich jetzt mal.

00:10:39: Das ist schon ländlicher Raum?

00:10:40: Das ist ja schon

00:10:40: lindlicher Raum absolut definitiv.

00:10:42: also das ist keine Großstadt oder sowas.

00:10:45: da würde ich auch absolut beiflichten.

00:10:48: Ich sehe nur noch nicht dass die Verteilung des Wohnraums immer angemessen ist Und da haben wir glaube ich auch noch ein ganz großes Problem.

00:10:56: Da ist meine Frage, sollte der Staat versuchen mehr Anreize zu schaffen?

00:11:02: Dass dieses Miss-Match einfach nicht mehr besteht oder sollten wir uns da komplett raushalten?

00:11:07: Denn das ist bei uns schon oftmals diskutiert wie viel Wohnraum dann ungenützt ist, der ja auch unnötig teuer ist und vielleicht Haushalte extrem stark belastet weil man eben sich nicht aktiv auf diese Wohnungssuche begibt.

00:11:20: Muss das jeder selber machen oder kann man da noch irgendwie beraten tätig werden, ist da irgendwas im Gange?

00:11:25: Erst mal gilt in diesem Land natürlich Vertragsfreiheit.

00:11:28: Das heißt jeder darf gerne so wohnen und leben wie er das möchte und ich finde wir sollten jetzt auch nicht vorgeben was das an Wohnraum sein sollte der angemessen ist.

00:11:38: Was wir tun ist... dass wir Chancen schaffen wollen, da wo offensichtlich Probleme sind.

00:11:44: Ich sag mal so!

00:11:45: Wir sind in vielen Dörfern und Gemeinden gibt's alte Bauernhäuser oder Dorfhäusern die stehen leer Und es finden wieder Neubaugebiete am Rand statt und dort wird gebaut.

00:11:55: ich habe ein Förderprogramm das heißt Jung kauft alt wo ich explizit junge Familien dabei unterstütze sich im Dorfkern ein Haus zu kaufen, das zu sanieren und damit ja auch was zum gesellschaftlichen Leben beizutragen in dem eben unsere Dorfkerne da nicht leer stehen.

00:12:11: Und das sind so Wege wo wir versuchen auch genau das was du hier auch ein Stück weit beschreibst dass dann Leerstand vielleicht ist oder dass Menschen auch in Zugrößen Wohnungen oder Häusern alleine wohnen, dass man da ein Stück weit auch was macht.

00:12:24: Und mit diesem zu große Wohnung und alleine wohnen, daher sehe ich auch spannende Konzepte, wo kommunale Wohnungsgesellschaften zum Beispiel sagen wir haben hier die Wirtfe, die Rentnerin, die wohnt jetzt auf hundertzwanzig Quadratmeter Wir haben eine junge Familie die wohnte auf sechzig Quadratmetersiebzig.

00:12:39: Und wie könnte ein Wohnungstausch aussehen?

00:12:41: Also, dass man freiwillige Angebote schafft und Möglichkeiten.

00:12:44: Weil wenn man sich verkleinert unverteuert dann braucht ja keiner drüber nachzudenken.

00:12:48: Dann macht man das meistens eher nicht.

00:12:50: Deswegen brauchen wir zielgerichtete Angebote für verschiedene Lebenslagen.

00:12:55: Jetzt möchte ich noch mal gerne zurück zu dem Angebot kommen weil ... Ich sag mal als Vertreter einer jüngeren Generation und ich glaube, das striff jetzt gleich auf große Kritik in diesem Raum.

00:13:05: Also die ältere Generation hört jedenfalls ganz genau zu.

00:13:08: Sehr gut, das ist sehr richtig und gut.

00:13:11: Muss ich ja mal sagen wir erteilen gerade, wenn man jetzt gesamt auf dieses Landschauen der Migration eine relativ scharfe Absage.

00:13:22: Das sieht man schon auch durch die Politik der Bundesregierung zum Beispiel.

00:13:25: Die Zahlen sind ja rückläufig.

00:13:28: Wir haben gleichzeitig einen demografischen Wandel der um sich greift.

00:13:31: Wir sind jetzt vierundachtzig Millionen und die Prognose ist durchaus, dass wir in Zukunft vielleicht weniger sein könnten.

00:13:38: Es ist immer schwierig in die Glaskugel zu schauen.

00:13:40: Löst sich dieses Problem saloppgesagt durch die Erweiterung der kommunalen Friedhöfe in zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren?

00:13:50: Jetzt interessiert mich mal die Antwort!

00:13:54: Wir haben alle, wie du sagst keine Glasskugel.

00:13:57: Wir brauchen ganz wichtig Fachkräfteeinwanderung weil wir eben diesen demografischen Wandel haben, weil nicht genug Kinder auf die Welt gekommen sind und deswegen ist das natürlich wichtig!

00:14:07: Wir werden aber auch Produktivitäts... Effizienzgewinne sehen durch Technologien, das ist glaube ich auch mit dabei in dieser Glasskugel und all das in fünf oder zehn Jahren zu prognostizieren.

00:14:18: Das hat schon so seine gewisse Unsicherheiten.

00:14:21: was wir aber sehen und es macht sich aus so ein Stück weiter herausfordern.

00:14:24: Es gibt Regionen im Land.

00:14:26: da haben wir Leerstandsproblematiken insbesondere in Ostdeutschland.

00:14:29: Da stehen Wohnungen leer, da könnte man ganz einfach und sehr günstig wohnen.

00:14:33: Und auf der anderen Seite in Ballungsgebieten aber auch im ländlichen Raum haben wir gerade noch mal von euch aus Niedersachsen gehört ich habe es aus Rheinland-Pfalz bestätigt.

00:14:41: Da fehlt Wohnraum, da fehlt bezahlbarer Wohnraum und deswegen ist das auch etwas wo wir Jetzt erstmal an Wohnraum arbeiten, da wo er gebraucht wird.

00:14:51: Aber dennoch auch gucken müssen wie machen wir Regionen stark?

00:14:54: Wie machen wir Region attraktiv?

00:14:57: Da wo auch gutes Wohnen möglich ist.

00:15:00: Also jetzt wollen wir aber nochmal auf die kommunalen Friedhöfe zurückkommen für deren Expansion mein junger Kollege hier applaudiert hat.

00:15:07: also alles was freiwillig ist das ist glaube ich wirklich auch gut und zu empfehlen.

00:15:15: Alles das was unfreiwillig wird.

00:15:17: Das würde einem politisch in einem unfassbaren Maße um die Ohren fliegen und zwar völlig zurecht, denn ganz häufig sind das echte Lebensgeschichten unglaubliche Anstrengungen, die zum Beispiel hinter Eisenden Häusern stehen.

00:15:30: Ich meine du selbst wohnst glaube ich auf einer fünfhundert Jahre alten Hofstelle.

00:15:36: Du würdest es dir vielleicht überlegen, ob du einen Teil davon für Neubau abtreten möchtest.

00:15:41: Aber dich möchte ich mal erleben wenn ihr das weggenommen würde dann hätten wir hier aber ein Moderator, ein Host mit Schaum vor dem Mund.

00:15:49: Um Gottes Willen!

00:15:50: Ich bin ja nicht für das chinesische Modell und deswegen finde ich hakt auch diese Vergleichbarkeit immer dass wir mit anderen Ländern wie China zum Beispiel verglichen werden.

00:16:00: Das wollte ich gar nicht sagen.

00:16:01: Mir ging es ja vor allem um vielleicht Beratungskonzepte oder Ähnliches, die funktionieren können.

00:16:07: Österreich hat zum Beispiel spannende Modelle wo's um Mieter-Tausch oder ähnliche Sachen geht, wo vielleicht ein besseres Matching entstehen könnte.

00:16:17: und natürlich ist meine Frage mit den kommunalen Friedhöfen nicht ganz ernst gemeint.

00:16:24: Von daher sage ich

00:16:25: ... Gott sei Dank.

00:16:26: Aber natürlich hilft uns auch die langfristige Perspektive und ich glaube, wenn ich als Investor oder mich in deine Schuhe als Unternehmerin reinversetze, Verena, die du ja auch bist ist es natürlich schon so dass ich mir große Trends angucke und auf dieser Basis entscheide.

00:16:41: Und Wohnungswirtschaft ist nur etwas was sehr, sehr langfristig passiert und da wir in so vielen Umbrüchen leben ist das natürlich der einzelne Investor hat's vielleicht auch an einer oder anderen Stelle schwer zu sagen Ich kalkuliere jetzt mal so ein Haus auf, fünfzehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahre.

00:16:59: Und das sind halt nur die Abschreibungszeiten, die wir bei Häusern normalerweise haben und ich glaube schon, dass es in dem Kontext eine Sache ist, die vielleicht gesehen wird aktuell auch.

00:17:09: Aber ich mach mal einen kleinen Themenwechsel!

00:17:11: Und ich möchte noch einmal zu den Nebenkosten kommen... ...und da sind die Energiepreise ja immer etwas was uns auch beschäftigt oder auch die Mieterinnen- und Mieters beschäftigen muss.

00:17:23: Und da habt ihr gerade einen Gebäude-Energiegesetz auf den Weg gebracht, wo es wieder möglich ist Öl und Gasheizung einzubauen.

00:17:33: Und das ist aus meiner Perspektive relativ offensichtlich dass die Preise dafür in Zukunft wesentlich höher liegen werden.

00:17:41: Die Vermieter, die so etwas vielleicht einbauen tragen nur die Kosten des Heizungs Trägers.

00:17:48: also ich sag mal der Gastherm oder wie auch immer sollen in Zukunft dann noch ein Stück weit an den Mietkosten, an den Nebenkosten beteiligt werden?

00:17:57: Wenn ich das richtig verstanden habe.

00:17:59: Kannst du uns damals so sagen was da euer Konzept war in der Bundesregierung?

00:18:04: In der Tat haben wir jetzt mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz einen neuen Aufschlag gemacht auf das alte Heizungsgesetz was ja durchaus in diesem Land für viel Frohre und Diskussionen und auch Unsicherheit gesorgt hat.

00:18:17: uns als SPD war ganz wichtig, dass wir diejenigen schützen und das hast du gerade angesprochen Christoph.

00:18:24: Die nicht in die Entscheidung involviert sind.

00:18:26: wie wird eigentlich im meiner Wohnung geheizt?

00:18:30: Jetzt machen wir das mal an einem lebenspraktischen Beispiel Du wohnst jetzt in der Mietwohnung Ein paar Jahre geht deine Heizung kaputt.

00:18:39: Und jetzt muss der Vermieter sich ja überlegen, was baue ich denn ein?

00:18:42: Wir haben gesagt, wenn er sich für eine Öl- und Gasheizung entscheidet, dann gilt in Zukunft erst mal die sogenannte Biotreppe.

00:18:50: Weil du darfst nicht ... wir müssen ja zwanzigundvierzig klimaneutral sein.

00:18:54: Deswegen brauchen wir auch grüne

00:18:56: Öle,

00:18:56: wir brauchen Biogas und weiteres um eben auch die Decarbonisierung dort zu schaffen.

00:19:02: Jetzt ist das aber natürlich mit Kosten verbunden.

00:19:05: Und deswegen haben wir gesagt, wir schützen die Mieterinnen und Mietern vor eben dieser potenziellen Kostenfalle indem wir den Vermieter erstmalig beteiligen.

00:19:14: Und zwar an drei Stellschrauben erste an der sogenannten Biotreppe also dem Anteil, der dann beigemicht wird an klimaneutralen Gassen, an den Netzentgelten und an den CO-Zweikosten.

00:19:27: Und alle drei Komponenten werden Fifty-Fifty zwischen Vermietern und Mieter oder Mieterin geteilt.

00:19:34: Und das ist natürlich ganz wichtig, weil jetzt würde ja der Vermieter gucken, will ich das?

00:19:39: Also möchte ich Teil dieser Kosten sein?

00:19:42: Weil das in Deutschland ja Novom.

00:19:44: außerhalb der CO-Zweikosten haben wir noch nie was aufgeteilt zwischen Mietern und Vermietern.

00:19:49: Oder entscheide ich mich dann nicht eher für eine andere Lösung zum Beispiel die Wärmepumpe, die Fernwärme oder andere Arten des klimaneutralen Wärms?

00:19:59: Ja, das klingt so ein bisschen nach rechtsantäuschen links vorbeiziehen.

00:20:03: Also eigentlich sagt man ja jetzt können ja auch Gas und Ölheizungen wieder eingebaut werden aber tatsächlich im Hinterkopf wird es kaum stattfinden denn wer soll sich darauf eigentlich im Ernst einlassen wollen?

00:20:16: kann man sagen dass damit ein lästiges Thema in der Koalition von der Platte gebracht worden ist aber eigentlich sich nichts an der Realität insoweit groß ändern wird?

00:20:26: Ich finde schon, dass es uns ein guter Kompromiss an der Stelle gelungen ist.

00:20:29: Weil wir hatten ja vorher die sogenannte sixty-fünf Prozentregel und das haben die Menschen einfach gar nicht verstanden!

00:20:35: Was bedeutet das denn wenn eine Heizung zukünftig zu sixty fünf Prozent so und so operieren muss?

00:20:41: Und jetzt haben wir den klaren Weg der Technologieoffenheit.

00:20:44: also ich kann einbauen was ich möchte Aber die Kosten werden dann fair aufgeteilt und dann, Christoph hat es eben angesprochen.

00:20:50: Die Investoren, die Vermieter rechnen sich die verschiedenen Heizungsarten durch, die antizipieren auch gewisse laufende Betriebskosten.

00:21:00: Klammer auf wobei wir alle auch da wiederum nicht wissen wie sich die Kosten an der Stelle entwickeln.

00:21:05: Und deswegen ist das auch ganz wichtig gewesen, dass wir da nicht die Mieterinnen und Mietern eine Kostenfalle laufen lassen.

00:21:11: Das ist in der Demokratie ein klassischer Kompromiss, wo wir einen Weg gefunden haben, dieses gesellschaftliche Thema zu befrieden und nicht mehr den Harbexchen heizsamer als so oft uns im Plenum anhören zu müssen.

00:21:23: Der übrigens auch mit dem SPD-Stimmen seinerzeit mal beschlossen worden ist.

00:21:27: aber... Ich habe mit dem

00:21:29: Schmunzeln gesagt, ich hab das damals selbst mit verhandelt und damals zwischen grün und gelb eine Lösung zu finden.

00:21:34: Das war echt richtig schwer da die Unvereinbarkeit dessen.

00:21:38: liest man den alten Gesetz auf.

00:21:42: War der schwieriger als in Rot-Schwarz?

00:21:44: jetzt zum Gebäude Modernisierungsgesetz zum Kommen?

00:21:47: Definitiv, das war geräuschloser.

00:21:49: Das war wirklich ein gutes Zusammenarbeiten mit der Kollegin Reiche.

00:21:54: Das hat aber auch – das habt ihr ja gesehen bei der Pressekonferenz Matthias Mierstein-Liedersachs, unser Fraktionsvorsitzender und Jens Spahn.

00:22:00: Wir haben ja auch bei den Eckpunkten den breiten Konsens miteinander da an der Stelle gefunden damit es dann jetzt auch miteinander in der Breite durch das parlamentarische Verfahren gehen kann.

00:22:10: Aber es hagelt nur so Kritik denn in der Fachwelt ist man offen gestanden nicht so wahnsinnig zufrieden.

00:22:18: Da wird gesagt, jetzt haben wir schon wieder neue Verwirrungen im Markt.

00:22:20: Wir müssen uns schon wieder auf neue Bedingungen einstellen.

00:22:23: Wir wissen nicht, haben wir überhaupt genug Biogas zur Verfügung?

00:22:27: Wie viel wird denn nachgefragt werden?

00:22:29: Was wird das kosten?

00:22:32: Bei den Investoren sind die Fragezeichen, soweit ich das beurteilen kann nochmal größer geworden.

00:22:37: Das ist ja auch erklärlich.

00:22:39: du sagst sie müssen jetzt noch intensiver rechnen als vorher.

00:22:42: bei den Kommunen sind die frage Zeichen was macht man eigentlich mit unserer Wärmeplanung?

00:22:47: Was sollen wir denn da planen wenn es am Ende des Tages jeder im grunden Akustus selbst entscheiden kann?

00:22:52: Was sagst Du zu dieser Kritik?

00:22:54: Die kommunale Wärmeplanung bleibt die zentrale Basis von allem und geht auch weiter.

00:23:00: Denn es ist natürlich viel besser, wenn wir gemeinschaftliche Lösungen finden als dass sich jeder selbst auf den Weg macht.

00:23:06: Und gerade in größeren Städten im Mehrfamilienhäusern braucht's auch die Quartiersansätze, da brauchen kreative Lösungen.

00:23:14: Da wird nicht jede Wohnung sich selbst auf dem Weg machen.

00:23:17: Deswegen die kommunale Wermeplanungsplanung bleibt.

00:23:20: Es kommt sogar noch eine Kälteplanung mit hinzu.

00:23:22: Das ist eben wichtig!

00:23:24: viel der Kritik und das möchte ich hier auch offen aufnehmen.

00:23:27: ist auch aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz.

00:23:30: Wir haben aber in dem Gesetz explizit eine Verankerung des zwanzigfünfundvierziger Klimaziels drinne, das war mir wichtig, es war dem Umweltminister wichtig.

00:23:39: ihr wisst sonst wird ein Gesetz nicht innerhalb der Bundesregierung beschlossen denn da muss jedes Ministerium auch sein Haken dran machen.

00:23:46: Und dafür stehen wir auch und wir werden es regelmäßig evaluieren.

00:23:49: und doch gucken liegen wir zu weit weg müssen nachjustieren.

00:23:53: Aber jetzt ist erst mal ein guter Fahrplan wie wir beiden Seiten also nicht zu viel Einengung und Technologieoffenheit, aber ganz klar Klima- und Mieterinnen-Schutz oder Mieterschutz auf der anderen Seite hinbekommen haben.

00:24:06: Wir werden es sehen!

00:24:07: Aber wie gesagt was ich so höre da überwiegt im Moment noch wirklich große Fragezeichen und auch erhebliche Vorbehalte.

00:24:17: Politisch kann ich schon verstehen das was du gesagt hast denn wenn am Ende die Wärmepumpe einfach die wirtschaftlichste Lösung ist dann löst das viele Vermittlungs- und Kommunikationsprobleme schlichtweg von alleine.

00:24:29: Und da steckt im Grunde aus meiner Sicht in hohem Maße auch dahinter.

00:24:34: Wollen wir mal wieder zum Bauen zurückkehren?

00:24:37: Also, jetzt hat ein Investor kräftig gerechnet was die Nebenkosten angeht aber dann hängt er ja immer noch auf den Baukosten.

00:24:45: Da ist seit vielen Jahren die Frage der Standards.

00:24:50: Was macht eigentlich der Gebäude Typus E?

00:24:54: der ja kommen soll.

00:24:55: Und das muss man jetzt nochmal für diejenigen sagen, die in der Gebäude typus E überhaupt nichts sagt Das ist im Grunde genommen eine staatliche Definition von ausreichenden Standards Die durchaus etwas unterhalb der technisch anerkannten Regeln sein können Aber trotzdem gut sind und damit vor allen Dingen auch billiger.

00:25:14: Wie läuft es denn da?

00:25:15: Man kommt das denn?

00:25:17: In diesem Sommer wollen wir ein Gesetzesentwurf vorlegen.

00:25:20: Hier ist auch das Justizministerium gemeinsam mit uns dran, denn wir müssen dabei an das bürgerliche Gesetzbuch nicht das Baugesetzbuch, denn es geht um die Vertragsfreiheit.

00:25:30: also wie kann ich auch abweichen von etwas?

00:25:33: An denen oder an das wir uns Deutschland viel zu sehr gewöhnt haben nämlich alles überzuerfüllen, alles möglichst kompliziert zu machen.

00:25:40: Es gibt viertausend Normen und Vorschriften am Bau und damit wird das Wohnen nicht unbedingt besser sondern oftmals auch nur teurer.

00:25:47: Und mit dem Gebäude Typ E steht übrigens für einfach oder experimentell Da rüsten wir jetzt endlich mal wieder ab, wenn das denn gewünscht ist.

00:25:56: Also jeder kann natürlich trotzdem sein Marmorbad bauen.

00:25:58: keine Sorge falls es hier Zuhörer gibt die sich jetzt Gedanken machen ob ich vorgebe wie wir im Land bauen?

00:26:04: nein das tue ich nicht.

00:26:05: aber man kann wenn man möchte davon abweichen und dass brauchen wir Denn die Baukosten sind über die letzten Jahre massiv gestiegen Und wir müssen die Mal wieder an die Wurzel des Problemes ein bisschen runter bekommen.

00:26:17: Kannst du uns mal ein Beispiel geben, also bei was für einem Standard würde gewissermaßen bisschen abgerüstet werden.

00:26:25: Damit es gleichzeitig billiger wird?

00:26:26: und hast du eine Idee wenn das alles mal so richtig ins Laufen gekommen ist um wie viel Prozent man auf dieser Grundlage die Gesamtkosten sagen wir eines Einfamilienhaus senken könnte?

00:26:37: Das ist eine sehr spannende Frage weil man sich natürlich ganz individuell immer überlegen kann.

00:26:43: auch was bin ich denn bereit zu verzichten?

00:26:46: Klassisches Beispiel ist die Anzahl der Steckdosen.

00:26:48: Wie viele Steck-Dosen will ich denn?

00:26:50: Brauche ich wirklich alle, die vorgeschrieben sind.

00:26:52: Da ist aber nicht das Groh der Kosten.

00:26:54: Das muss man auch ehrlich sagen.

00:26:55: Auch wenn das immer so ein sehr oft zitiertes Beispiel ist.

00:26:58: Viel relevanter sind Dinge wie brauche ich ein beheizbares Treppenhaus?

00:27:03: Wie ist der Schaltschutz?

00:27:05: Muss es unbedingt der Maximalschutz sein oder kann auch ein Ticken?

00:27:08: was eingespart werden?

00:27:10: wo man richtig Geld sparen kann, ist bei der Tiefgarage.

00:27:14: Also bin ich bereit in einer Stadt vielleicht auch auf die Tief-Garage zu verzichten und so sagen Die Parkplätze können auch vor der Tür sein Und da ist wirklich ein großes Kostenersparnis drin.

00:27:26: Hamburg hat es geschafft mit dem sogenannten Hamburg Standard, die das wirklich mal durchdekliniert haben Die aber auch viel auf Digitalisierung und Prozesse wie ihr mit dem niedersächsischen Weg gegangen sind ... dreißig Prozent einzusparen, wenn man das mal konsequent auch tut.

00:27:43: Dreißig prozent!

00:27:44: Das ist ja wirklich eine große Hausnummer.

00:27:48: Sehen wir das denn jetzt schon an den Baugenehmigungen?

00:27:51: Dann zum Beispiel in Hamburg.

00:27:51: Ich glaube Bremen hat es ahnen auch übernommen direkt.

00:27:55: Wird da jetzt schon mehr gebaut und... Ist dann auch der Gebäudetype E., der dann schon in Hamburg steht vielleicht?

00:28:03: Der Gebäudetype E, der kann theoretisch auch jetzt schon angewandt werden.

00:28:06: Es ist aber sehr kompliziert und deswegen wollen wir es... einfacher machen.

00:28:10: In Hamburg sehen wir eine Kombination aus vielen Dingen, die sind auch beim Bauturbo zum Beispiel vorne weg in dem Sie jetzt siebenhundertfünfzig Vorhaben umsetzen und aufstocken unter ganz kreativ unterwegs sind und man hat da wirklich sehr oft das Einfache bauen gesetzt und dass es wirklich sehr vorbildlich was dort geleistet wird.

00:28:29: Ich erinnere mich, dass beim Gebäude Typ E vor allem die Frage interessant ist wie ist denn dann das Verhältnis zum staatlichen Gewährleistungsrecht?

00:28:36: Das ist ja für die Bauwirtschaft in vielen Fällen wirklich die Schlüsselfrage, weil sie nicht am Ende wirklich heftig draufzahlen möchte.

00:28:44: Wie könnt ihr denn sicherstellen dass das was der Gebäudetyp E sagt?

00:28:49: Nicht irgendwann mal zum Gegenstand von Gewährleistungsansprüchen wird beispielsweise unter Berufung auf die anerkannten Regeln der Technik?

00:28:58: Das ist genau der Knackpunkt, den du ansprichst und weswegen er noch nicht so wirklich oft genutzt wird.

00:29:03: Weil man eben Angst hat dass man zum Schoß sagt uuh das habe ich mir jetzt ja doch anders vorgestellt und jetzt verklag' ich doch mal den Bauherren der mir das hier alles verkauft hat und das wusste ich ja nicht.

00:29:13: Das heißt es sind zwei Punkte die hier entscheidend sind auf der einen Seite der Verbraucherschutz also eine gute Aufklärung dessen ohne jetzt in fünftausend Aktenordner zu gehen.

00:29:23: Weil das muss ja auch so sein, dass man als normaler Mensch eben auch verstehen kann und zweitens auch die Klarstellung, dass ein Abweichen von den anerkannenden Regeln der Technik eben kein Mangel mehr darstellt.

00:29:36: also es sind die zwei Dinge Aufklärung und Klarstellung.

00:29:40: Und da seid ihr euch einig?

00:29:42: Das wird so kommen oder werden wir alle noch länger darauf warten müssen?

00:29:46: Wir haben die Eckpunkte schon vorgestellt, Stephanie Hubig und ich.

00:29:50: Wir haben danach einen sogenannten Praxis-Dialog Stakeholderprozess gemacht um auch noch mal zu schauen was muss dieser Gesetzesentwurf beinhalten damit es in der Praxis wirklich angewandt wird, wirklich funktioniert?

00:30:03: Und jetzt sind wir gerade dabei diese beiden Perspektiven zu verheiraten.

00:30:06: und dann geht's wie mit jedem Gesetz in das parlamentarische Verfahren.

00:30:10: Und dann sind die Abgeordneten dran, dort auch noch ihre Sichtweise oder ihre Anmerkungen mit einzubringen.

00:30:16: Deswegen kann man immer nie am Anfang hundertprozentig sagen wie ein Gesetz nachher vom Bundestag und Bundesrat beschlossen wird.

00:30:23: aber wir sind uns im Ziel alle miteinander einig es muss einfach werden, es muss verständlich sein und das Ding muss

00:30:30: fliegen.".

00:30:31: Es gibt dann auch noch Konzepte dass man so baut dämmen kann und erstmal die Baukosten möglichst niedrig hält, aber schon darauf vorbereitet dass man dann später vielleicht noch mal besser werden kann wenn man das möchte in der Energieeffizienz.

00:30:49: Ist das auch im Gebäudetyp eben mit drin?

00:30:51: Dass man auch Klimaschutzschandards stückweit zunächst schleift, aber vielleicht schon vorbereitet darauf, dass man demnächst dann vielleicht in das komplett energieeffiziente Haus einsteigt?

00:31:03: oder ist das etwas wo noch nicht dran gedacht wird?

00:31:07: Es gibt natürlich gesetzliche Standards, die muss man einhalten.

00:31:10: Wir haben ja gerade den Energiehaus fünfundfünfzig Standard.

00:31:13: da darf man jetzt auch nicht vom Gebäudetype E im Neubau abweichen.

00:31:17: das heißt da sind jetzt keine Spielräume.

00:31:20: aber man kann natürlich anfangen wenn wir mal wieder bei unserem Heizungsthema sind dass du sagst okay ich baue hier erstmal eine Gasheizung ein weil sie ist jetzt günstiger.

00:31:28: jetzt trau ich mir dieses Risiko zu und ich möchte dann vielleicht in fünfzehn Jahren Wenn die dann den Geist aufgeben könnte, sollte oder in zwanzig Jahren möchte ich da noch mal ... auf die Wärmepumpel.

00:31:39: Vielleicht gibt's ja eine neue technologische Lösung, wissen wir nicht?

00:31:42: Dann auch setzen.

00:31:43: also natürlich kann man ein Gebäude wie man das zu Hause kennt immer renovieren.

00:31:47: Man kann es immer weiterentwickeln und anbauen sofern es erlaubt ist bitte nie ohne Baugenehmigung einfach irgendwas machen.

00:31:53: Kenne ich auch ein paar Fälle wo man einfach mal ein bisschen umgebaut hat.

00:31:56: Das ist nie gut aber natürlich ist das auch möglich.

00:31:59: Upgrading geht immer finde

00:32:01: ich Stichwort bauen, die Zinsen steigen.

00:32:05: Und wir wissen jetzt nicht genau wie es ökonomisch weitergeht.

00:32:08: aber da macht man sich auch große Sorgen und das ist nun einer der wesentlichsten Punkte vor einer Entscheidung von Investoren ja wollen wir machen das oder wir lassen es bleiben?

00:32:18: Was ist deine Einschätzung?

00:32:19: und vor allen Dingen was kannst Du, was könnt ihr in Berlin da im Ernst helfen?

00:32:24: oder ist das vielleicht sogar eine Chance?

00:32:27: Zum Beispiel wenn es darum geht den sozialen Wohnungsbau, den du ja vorhin angesprochen hast noch stärker jetzt wieder in Bewegung zu bringen als das Osen hin hoffentlich geschieht.

00:32:36: Wir müssen massiv investieren und das tun wir auch als Bundesbauministerium Sowohl in den sozialen Wohnungsbau als auch in den frei finanzierten.

00:32:45: Ich bin dem Finanzminister Klingbeier sehr dankbar, wir sind mit elf Milliarden im Sondervermögen mit unseren Neubauprogrammen dabei und das Gute ist Wir werden diese Programme jetzt nochmal wesentlich vereinfachen indem wir nur noch ein Förderprogramm haben für den Neubau und einen Programm für den Bestand.

00:33:02: Das ist die sogenannte neue Zwei-Programmwelt, und die geht nächstes Jahr an den Start gemeinsam mit der KfW, damit man auch einfacher diese Mittel beantragen

00:33:11: kann.".

00:33:13: das

00:33:28: an, was sowieso schon sozusagen gemacht oder in der Planung ist.

00:33:33: Also keiner baut ein Haus weil er hundert- oder fünfhundertfünfzigtausend zinsverbilligtes Darlehen bekommt.

00:33:39: Das hilft und das ist dann auch manchmal das Mühe zur Entscheidung.

00:33:43: aber im Großteil dessen ist natürlich nicht von uns als Bundespolitik ...enabled, wenn ich das jetzt noch mal in meinem alten Start-up-Sprech hier an der Stelle sagen darf.

00:33:54: Und deswegen müssen wir auch an die Wurzel des Problems und... Wie würzen?

00:33:56: Die Wurzeln sind die zu hohen Baukosten und die zu langen Genehmigung.

00:34:01: Wie würzt ein Enable übersetzen...?

00:34:04: Befähgen!

00:34:05: Ermöglichen ist gar nicht so schwer als es irgendwie so Gewohnheit.

00:34:10: Okay aber dann sind wir nochmal bei den... Ich bin nochmal ganz kurz auf die Zinsen und dann gehen wir vielleicht einmal zum seriellen Bauen über.

00:34:15: Das würde mich auch nochmal interessieren wie wir tatsächlich die Baukosten runter kriegen.

00:34:19: aber vielleicht noch mal zu den Zinsen.

00:34:21: Da gibt es diesen spannenden Vorschlag, dass wir uns ein bisschen mehr bündeln und unser gutes Rating was wir in Deutschland haben anderen auch zur Verfügung stellen weil wir daran glauben das zum Beispiel sozialer Wohnungsraum jetzt geschaffen werden muss und auch an diese Projekte glauben und damit die Zinslast zumindest ein Stück weit runter kriegen.

00:34:43: wie weit seid ihr damit?

00:34:46: kriegen wir tatsächlich die Zinslas damit runter, weil aktuell ist das bei jenseits von vier Prozent Zinsen echt ein großes Problem.

00:34:53: Also du meinst der Staat geht selbst direkt mit in die Haftung gegenüber den Banken?

00:34:57: Genau!

00:34:59: Der Staat kann in der Tat viel mehr als einfach nur Steuergelder einzusetzen um individuell zu fördern.

00:35:05: denn wir haben als Bundesrepublik Deutschland ein ganz tolles Rating, ein AAA-Rating also die Bestnote am Kapitalmarkt.

00:35:14: und wenn wir mal den Instrumentenkasten öffnen und sagen wie können wir damit günstigere Finanzierungsbedingungen hinbekommen dann haben wir ein richtiges Fund.

00:35:23: Und deswegen habe ich gemeinsam auch wieder mit Lars Klingball die Wohnungsbaugesellschaft des Bundes als große Idee vorgestellt, denn wir könnten mit unserem Rating die Finanzierungskosten um eine Studie noch einmal bestätigt runterbekommen.

00:35:44: Aufträge ausgeben.

00:35:45: also wir wollen keine Behörde und keine Baufirma damit ins Leben rufen sondern wir wollen sagen wo in Deutschland fehlt eigentlich der Wohnraum an drängendsten, denn da müssen wir bauen und nicht da wo es am profitabelsten ist.

00:35:57: Wir würden dann Aufträge ausschreiben und sagen da wollen wir jetzt die Wohnungen entstehen sehen?

00:36:03: Und die bitte seriell und modular gebaut damit wir auch aus diesem Topf maximal viel rausholen und das gemeinsam sowohl mit der Wohnungswirtschaft als auch mit kommunalen Wohnungsbau unternehmen.

00:36:13: Und dann kann richtiger Gamechanger daraus

00:36:15: werden.".

00:36:16: Das klingt echt gut!

00:36:18: Wie schätzt du denn die Chance ein, dass ihr darüber mit CDU CSU zum Konsens kommt?

00:36:23: Dass tatsächlich dann auch beschlossen

00:36:25: wird?!

00:36:26: Das ist jetzt ein sehr dickes Brett, dass wir hier gemeinsam bohren.

00:36:29: Denn wir brauchen nach aktueller Standlage eine Grundgesetzänderung weil der Bund sich im Wohnungsbau seit der letzten Föderalismusreform nicht mehr selbst betätigen darf sondern das ist Ländersache.

00:36:43: Das weißt du noch Stefan aus deiner Zeit als MP aber natürlich auch.

00:36:48: Und deswegen sind wir da mit der Union im Gespräch und das Grundgesetz ändern wir nicht als Schwarz-Rot, sondern da braucht es eine Zweidrittelmehrheit.

00:36:55: Das macht das Vorhaben natürlich sehr kompliziert.

00:36:58: Deswegen wenn wir das Grund Gesetz noch ändern wegen anderen Dingen dann ist das sehr realistisch dass wir das miteinander hinbekommen.

00:37:05: Auf der anderen Seite müssen wir auch schauen gibt's vielleicht einen Plan B wie man das kreativ anders lösen kann und diese Arbeit findet gerade in den Ministerien statt.

00:37:14: Christoph hatte das Stichwort serielles Bau und angesprochen.

00:37:18: Das heißt ja übersetzt, wenn irgendwo in Deutschland ein bestimmter Typ Gebäude genehmigt worden ist dann muss man nicht im Rest der Republik wieder dieses ganze ewig lange Verfahren und auch kostspielige Prüfungsverfahren durchgehen sondern einmal genehmig es für alles genehmigen Ist jetzt ein bisschen vereinfacht formuliert, aber das ist der Grundgedanke.

00:37:38: Ja und es heißt ja auch noch dass in der Fabrik sozusagen vorgebaut wird und dann auf der Baustelle Modular zusammengeführt wird Und die Bausteine zusammen geführt werden also die beiden Punkte.

00:37:50: vielleicht

00:37:51: würdest du sagen Das auch das ist jetzt schon in voller Blüte.

00:37:55: was fehlt da noch damit Es erblühen kann?

00:37:58: und ist das ein weiterer Puzzle Stein damit wir weiterkommen?

00:38:02: Das ist ein sehr wichtiger puzzle stein.

00:38:04: ... für Bezahlbarkeit und für Schnelligkeit.

00:38:07: Denn die Baustellen, ich war gerade bei einer Baustelle wo wir das größte modulare Gebäude Europas eingeweiht haben, ... ... eine Tausend Fünfhundert Wohnungen.

00:38:16: Und sie fliegen dann durch die Luft mit dem Container an den Kranen... ...und es geht da ratzfatz!

00:38:22: Und es spart vor allen Dingen richtig viel Geld und richtig viel Zeit nämlich ein Drittel der Zeit oder ein Drittel der Kosten.

00:38:28: Und in Zeiten von Fachkräftemangel ist es natürlich auch noch ein richtiges Argument.

00:38:33: Man muss nicht im Winter bei Schnee und Regen dort auf der kalten Baustelle sein, sondern man kann das eben sehr schnell dann aufeinander packen Wohnung auf Wohnung und nicht mehr Stein auf Stein.

00:38:45: Das Ganze läuft schon an aber ich wünsche mir da auch nochmal mehr und deswegen unterstützen wir das auch.

00:38:52: Wir haben einen runden Tisch zu diesem Thema in meinem Ministerium gestartet, wo wir Handwerk, Wohnungswirtschaft und Bundblender an einem Tisch haben.

00:39:01: Und es ist eigentlich für uns alle gut.

00:39:04: aber wir brauchen noch Rahmenbedingungen die das Ganze dann auch fassieren zum Beispiel die sogenannte Typengenehmigung.

00:39:09: Die habt ihr gerade angesprochen.

00:39:11: wenn ich das Haus einmal in Niedersachsen genehmigt habe dann möchte ich das doch auch im Bayern Rheinland-Pfalz oder Berlin nochmal genau so bauen dürfen.

00:39:20: Das ist noch zu kompliziert.

00:39:21: Da müssen wir noch ein bisschen was auch gemeinsam mit den Ländern ausräumen, weil wir haben sechzehn verschiedene Landesbauordnungen und wenn jetzt Bayern etwas anderes vorgibt als Berlin dann geht das schon mal wiederum nicht und deswegen ist das natürlich auch noch einer der Gründe, der nochmal geschmeidiger werden muss.

00:39:39: Klingt gut.

00:39:40: also es gibt eine Menge spannende Ansätze.

00:39:43: eigentlich im Bereich der Baupolitik kann man sagen Es tut sich wirklich was.

00:39:48: Jetzt komme ich noch mal an den Anfang zurück, die Realität ist nicht ganz so zauberhaft sondern ist dies dadurch gekennzeichnet, hohe Mieten viele Leute die bezahlbaren Wohnraum suchen und das Ganze ist inzwischen ja wirklich ein Thema ersten politischen Rangs So ab wann?

00:40:05: Ich probiere jetzt meine meine Eingangsfrage nochmal auf eine Art und Weise der kannst du eigentlich gar nicht ausweichen Verena Ab wann würdest Du denn sagen wow ich habe doch echt einen guten Job gemacht.

00:40:18: Wenn ich in einem Haus stehe, was in Schnelligkeit geplant wurde, in Schelligkeit gebaut wurde, was Klimaneutralität mit Bezahlbarkeit einherbringt und wir wirklich sagen können hier haben wir richtig etwas gespart an Baukosten, an Nerven und das funktioniert jetzt auch im Land dann würde ich sagen habe in dieser Legislatur erfüllt.

00:40:45: Wir haben ja auch immer nur vier Jahre, das sind ja auch sehr große Erwartungen und Aufgaben die hier vor uns liegen.

00:40:51: aber mir macht es total Freude als auch Gründerin an die Herausforderung ranzugehen denn die Technologie ist in der Baubranche gerade richtig auf dem Vormarsch.

00:41:00: bei der Digitalisierung können wir noch viel mehr und da stellen wir jetzt auch weitere Wegweichen und deswegen habe ich auch richtig Lust nach dieser Legislatur zu schauen, okay.

00:41:09: Wo haben wir denn an welcher Stellschraube die Dinge jetzt auch miteinander beschleunigt?

00:41:14: Und das ist mein

00:41:14: Ziel.".

00:41:15: Das sind eigentlich schon perfekte Schlussworte!

00:41:17: Ich möchte jetzt doch noch mal einmal vielleicht ganz kurz reingehen.

00:41:20: Du hast die Digitalisierung angesprochen und dass wir dann auch ganz viel können.

00:41:23: Hast gleichzeitig gesagt, dass diese Spagat in alle Richtungen von der Klimaneutralität bis hin zur Bezahlbarkeit geschafft werden muss.

00:41:32: Hilft die Digitalisierung dabei diesen Spagate zu schaffen – und wenn ja

00:41:36: wie?!

00:41:37: Definitiv über Planung kann man ja.

00:41:41: schon super viel simulieren.

00:41:42: Ich kann drei D-Zwillinge mir anzeigen lassen, ich kann gucken was macht das mit Wärme verläufen?

00:41:49: Was macht es mit Währmeverlust?

00:41:51: wie kann ich aber auch die Sonneneinstrahlung auf dem Dach perfekt nutzen und das dach entsprechend ausrichten?

00:41:57: Und die KI, das muss ich euch nicht sagen Die ist gerade erst dabei in der Baubranche Wirkung zu entfalten.

00:42:04: Wenn wir das mal im großen Stile auch ausrollen dann haben wir da noch eine richtige Möglichkeit dass auch in Zukunft Material besser effizienter eingesetzt werden kann, aber vor allem das Haus.

00:42:15: Man spricht immer über den Lebenszyklus eines Hauses und da sind noch sehr viele Potenziale zu hebeln.

00:42:20: Und ich freue mich richtig darauf, dass wir ab im Neubau, übrigens sogenannte Null-Emissionsgebäude haben müssen und dürfen die nämlich vom Bau bis zum Betrieb bis zum Rückbau keine... CO²-Emissionen zulassen dürfen, also überspitzt gesagt natürlich geht nichts ohne ein bisschen was an CO² aber da geht die Reise hin und da brauchen wir auch die Technologie für.

00:42:45: Okay vielen Dank für ein interessantes Gespräch dass wir jetzt vielleicht noch mal mit einer Schlussfrage beenden.

00:42:53: also du bist ja für eine aktive Bundesministerin echt sehr jung.

00:43:00: Normalerweise das Durchschnittsalter in dem Kabinett dürfte um einiges höher sein, wenn du jetzt die Perspektive für diese Legislaturperiode bei einem Musterobjekt definiert hast.

00:43:13: Was ihr verstehen kann?

00:43:15: Wo würdest du denn sagen so in zehn Jahren ist dann Wohnungsmangel und ist bezahlbarer Wohnraum immer noch so ein Riesen-Thema wie wir es heute haben?

00:43:26: oder kannst du sagen bis dahin haben andere Probleme aber dass sollten wir bis dann wesentlich besser in den Griff gekriegt haben.

00:43:34: Das sollten wir bislang im Jahrzehnt, das ist ein Jahrzehn des Ärmelhochkrempelns.

00:43:44: Der Kreativität des Anpackens und bis dahin ist diese Wohnraummangel-Situation auch eine andere.

00:43:53: Wir haben gehört die Bundesbaumanisterin Verena Hubert, eine Optimistin wie ich finde.

00:43:58: Ein ausgesprochen gutes Gespräch, wie ich zusätzlich finde.

00:44:01: Vielen Dank, dass du bei uns warst!

00:44:02: Mach's gut!

00:44:03: Tschüss!

00:44:03: Vielen dank!

00:44:05: Danke euch beiden!

00:44:06: Tschüß.

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