Folge 10 | …und jetzt, Julia Willie Hamburg? Die digitale Schule - vom Handy bis zur KI.
Shownotes
Werden Hausaufgaben bald abgeschafft? Brauchen Kinder noch Handschrift, Schulbücher und Kopfrechnen? Und wie viel KI verträgt das Klassenzimmer?
In dieser Folge spricht die niedersächsische Kultusministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg über die Schule der Zukunft. Es geht um Künstliche Intelligenz im Unterricht, individuelle Lernwege, Social Media, politische Bildung und die Frage, welche Fähigkeiten Kinder in einer Welt voller Algorithmen überhaupt noch lernen müssen.
Ein Gespräch über Handyverbote, ChatGPT im Klassenzimmer, Demokratiebildung, digitale Kompetenzen und die Herausforderungen für Lehrkräfte zwischen Bildungsauftrag und technologischem Wandel.
© Bild Julia Willie Hamburg: Ole Sparta
Transkript anzeigen
00:00:00: Aufgepasst, es geht um die Schule.
00:00:02: Liebe Schülerinnen und Schülern!
00:00:04: Es sitzt bei uns die Chefin Eures Schulleiters Die Kultusministerin Und wir sprechen heute auch darüber ob ihr in Zukunft noch euer Handy benutzen dürft und wie's mit künstlicher Intelligenz in der Schule weitergeht.
00:00:20: Moin und hallo zusammen zu einer neuen Folge von UNDJETZT HEUTE Mit einem Gast Zu einem ganz besonderen Thema über das wir uns noch jede Menge Gedanken machen werden oder?
00:00:32: Absolut, heute ist bei uns die Nier-Sächsische Kultusministerin und stellvertretender Ministerpräsidentin Julia Willi Hamburg.
00:00:40: Julia du bist nicht nur in Niersachsen Politikerinnen und für ganz viele Schulen verantwortlich sondern du hast auch noch im Kühlschrank ein kleines Volk stehen für das du auch verantwortliche bist.
00:00:51: Du backst gerne Brot Sauerteig.
00:00:53: Also herzlich willkommen bei uns.
00:00:55: Wir sprechen heute nicht übers Brot, sondern es geht natürlich um Bildungsfragen und digitale Fragen in Bezug auf Bildung.
00:01:01: Und ich freue mich auf das Gespräch und für die Einstiegsfrage würde ich sagen take it away Stefan!
00:01:06: Ja wir wollen noch am Anfang gleich mal die visionäre Kraft einer Kultusministerin testen also im Jahre two-thausendunddreißig.
00:01:15: wie unterscheidet sich der Schulalltag von dem was wir heute an den Schulen erleben?
00:01:21: Meines Erachtens ist der Schulalltag viel individueller, weil gerade da digitale Möglichkeiten uns die Chance geben dass wir wirklich beim Kind ansetzen was es gerade kann um es dort zu fördern und das dann zum Beispiel über digitale Tools.
00:01:34: Insofern glaube ich werden Kinder viel viel eigenständiger lernen und dieses alle sitzen in einer Reihe und die Lehrkraft steht vorne und erzählt allen das gleiche wird es fast nicht mehr geben.
00:01:44: Na ja aber wie sieht man das zb mit den Hausaufgaben aus?
00:01:49: Die Kinder lernen noch das Lernen oder sich das falsch.
00:01:52: Wer wird eigentlich künftig noch beurteilen können, ob sagen wir mal die Hausaufgaben wirklich gemacht worden sind?
00:01:59: Oder ob schlicht ein schickes Programm gegeben hat, dass die Haus-Hausaufgabe dann für die Kinder erledigt hat?
00:02:05: Das ist eine total berechtigte Frage und deswegen glaube ich würde es Hausaufgeben auch in der Form gar nicht mehr geben sondern es wird eher Hausaufnahmen geben wo man Kindern sagt geht mal in die Natur und fotografiert bestimmte Pflanzen oder denkt euch bestimmte Konzepte aus und dann lernen Kinder wahrscheinlich direkt.
00:02:25: Und wenn ihr dabei KI nutzt, erzählt mir wie?
00:02:27: Weil man darf ja KI durchaus als Ideenimpuls nutzen.
00:02:30: das machen wir ja als Politiker mittlerweile für reden zum Beispiel auch.
00:02:35: Machst du das ja!
00:02:36: Ich mach das wenig.
00:02:37: ich bin da eher KI-Skeppicherin ehrlicherweise aber Aber es gibt ja durchaus Menschen, die das machen.
00:02:44: Und ehrlicherweise da ist eine beliebte Post vielleicht ... Ich hatte ne Veranstaltung zur Frageschule der Zukunft und hab danach dann mal bei der KI eingegeben wie würde ne grüne Kultusministerin Redeheiten zur Schule der Zukunft?
00:02:57: Dann kam fast diese Rede aus raus!
00:02:59: Ich glaube dass mein Ministerium vielleicht doch schon KI genutzt hat.
00:03:04: Oder
00:03:04: die KI schreibt bei
00:03:05: mir ab und die Daten schon abgeflossen sind.
00:03:06: Die KI ist sehr schnell dabei sie einfach abzuschreiben.
00:03:09: Das fand ich hoch beeindruckend.
00:03:11: man hätte die halten können, wenn man gewollt hätte.
00:03:13: Aber
00:03:14: ich will noch mal zurückkommen auf den Ausflug in dem Wald, den du als die Hausaufgabe der Zukunft eben an die Wand gemalt hast.
00:03:20: das ersetze irgendwie doch nicht das kleine einmal eins oder?
00:03:22: Nein überhaupt nicht und das muss ja weiter gelernt werden.
00:03:25: aber das wird man dann nicht darüber erprüfen dass man sich künftig zeigen lässt, dass der Schüler die Schülerin die Antworten aufgeschrieben hat sondern man wird es in der Mündlichkeit prüfen.
00:03:35: Man wird Schülerinnen und Schülern sagen, du musst das lernen.
00:03:38: Und wird dann in der Schule abprüfen ohne KI?
00:03:42: Weißt du was?
00:03:43: dreimal vier ist beispielsweise oder achtmal
00:03:45: acht?
00:03:46: Ich würde vielleicht noch ein Schritt weitergehen.
00:03:47: wenn wir mehr über intelligente Software nachdenken kann ja auch in den Programmen selbst so eine Art Kontrolle erfolgen.
00:03:55: also Wir haben bestimmte Management Systeme für die Geräte auch selbst, das heißt auf den Endgeräten kann dann keine andere Sache mehr laufen.
00:04:04: Natürlich kann man das umgehen indem man dann eigene Handys benutzt und da die gleiche Aufgabe irgendwie abtippt und dann lösen lässt.
00:04:09: automatisiert Kann man alles tun.
00:04:11: trotzdem kann man natürlich Aufgaben individualisieren Und auch als Hausaufgaben so digital dann haben und diese Wiederholung kann ja auch viel besser kontrolliert werden.
00:04:21: also ist lebenslanger lernen.
00:04:23: Ich muss sagen ich fand es gerade spannend.
00:04:25: Also ich nutze KI für meine Reden nicht um sie zu schreiben, sondern um sich zu challenging.
00:04:31: Also teilweise pack ich dann auch die ganze Rede rein und kriege dann halt ein Feedback.
00:04:36: Und da wird gesagt ja das ist vielleicht eine sehr, sehr ... diesen Punkt könntest du noch weiter ausbauen der es noch nicht ausreichend erklärt
00:04:44: etc.,
00:04:45: also kriegst dir auch einen Feedback was du klar von Menschen kriegen kannst, was ich mir auch von Menschen hole zu den Reden von meinen Sprecherinnen und Sprechern zum Beispiel, die dann vielleicht nochmal einer anderen Tag drauf haben.
00:04:55: aber auch KI macht das natürlich noch mal auf einer sprachlichen Ebene, erklärt vielleicht andere Begriffe nochmal einfacher oder anders.
00:05:02: Also es kann schon durchaus auch da ein Input sein nicht zum Schreiben.
00:05:07: Die Ideen habe ich gerne selber aber ist dann eine Anregung.
00:05:11: also ich finde es spannend.
00:05:13: Die KI kann einem ja innerhalb kürzester Zeit diverse Beispiele nennen.
00:05:17: Also wenn man dann sagt, wie wirkt sich eine politische Entscheidung auf Menschen aus?
00:05:21: Dann können die einen plötzlich zwanzig Beispielen nennen und dann kann man selber überlegen was sind denn die drei, die für einen selber am besten passen?
00:05:29: also als Ideengeberin ist sie wirklich super.
00:05:32: Und wenn mir darüber reden was das auch für Möglichkeiten bietet Wir haben jetzt in Niedersachsen eine künstliche Intelligenz Software für die Schulen.
00:05:41: Hier haben wir mit allen Ländern gemeinsam programmiert und das ist total cool, weil dann eine Lehrerin sagen kann, dass Thema Eichhörnchen bitte auf drei verschiedenen Schwierigkeitsniveaus Arbeitsblätter erstellen.
00:05:53: Und es macht nicht mehr sie da hat sie früher Stunden dran gesessen sondern das macht dann die KI.
00:05:58: Da werden dann die Inhalte eingespeist und dann gibt es halt für das Kind was noch nicht richtig lesen kann Sehr einfache Sprache.
00:06:05: und für das Kind, was eigentlich schon bis hundert rechnen konnte als es in die Schule gekommen ist.
00:06:11: Komplexe Aufgabenstellungen und so kann man plötzlich den Kindern sehr viel mehr gerecht werden.
00:06:16: Also irgendwie klingt mir das alles ein bisschen rosarot wenn ich ehrlich sagen darf Denn erst mal gibt's ja auch einen ganz natürlichen Trieb Wenn man die Lösung erzielen kann auf leichterem Wege.
00:06:29: warum nehme ich nicht die Abkürzung?
00:06:31: Also warum nutze ich nicht diese Hilfsmittel, um die ganzen Fragen, die ich mir eigentlich selber arbeiten soll, mal eben präsentieren zu lassen.
00:06:39: Ich habe ein schönes Beispiel.
00:06:41: Nämlich Kinder mit denen ich das Uhren lesen üben soll, die sagen, warum eigentlich?
00:06:48: Da drücke ich einmal auf mein Smartphone und dann erscheint die Uhrzeit.
00:06:52: Warum soll ich denn das lernen?
00:06:54: Was würdest du denn dann sagen
00:06:55: eigentlich?".
00:06:57: Weil das für's Verständnis, um überhaupt solche Maschinen bedienen zu können die Bedingung ist.
00:07:02: Dass ich das kann.
00:07:04: also wenn ich nicht verstehe wie sich eine Stunde aufteilt dann kann ich auch nicht verstehen wie Zeit funktioniert.
00:07:09: beispielsweise und das haben wir ja auch bei der Frage muss ich überhaupt noch Französisch lernen wenn doch die Übersetzungs App mir das eigentlich genauso gut übersetzen kann.
00:07:19: Und auch da ist es so, wenn ich kein Verständnis habe dafür wie Sprachen lernen funktioniert und sprachen dann werde ich nicht beurteilen können ob die KI wirklich übersetzt was ich sage.
00:07:29: Also wir machen uns ja unglaublich abhängig wenn wir nicht selber die Kompetenzen haben.
00:07:34: also KI ist eine Arbeitserleichterung ersetzt aber nicht unser Denken und genau deshalb ist es wichtig das weiter zu lernen.
00:07:41: du sprichst aber insofern einen wichtigen Punkt an als dass das die Challenge für Lehrkräfte jetzt ist.
00:07:46: Die müssen jetzt Aufgaben erfinden die die KI nicht lösen kann, weil wir ja trotzdem Schüler weiter zwingen müssen sich selber Dinge zu erarbeiten.
00:07:55: Das
00:07:56: ist eine steile Herausforderung und die ist auch noch nicht endgültig gelöst.
00:07:59: aber das ist die Aufgabe gerade zu gucken Wie kann man Aufgaben stellen?
00:08:04: Die Eigenanteile erfordern.
00:08:06: Also ich würde ein anderes Konzept verfolgen.
00:08:09: wenn ich ehrlich bin Ich halte nicht so wahnsinnig viel von Hausaufgaben Nicht nur weil ich sie selber nicht gemacht habe Sondern auch
00:08:17: ... Und das ist schon alles, ne?
00:08:19: Nein.
00:08:19: Das wollte ich nicht sagen.
00:08:21: Ich war einfach in dem Bereich sehr unzuverlässig als Schüler, muss ich so ganz ehrlich sagen.
00:08:28: Aber wenn wir jetzt Richtung Ganztag gehen und mal Schule ein bisschen anders vorstellen, dann ist das Kind ja schon wirklich relativ lange in der Schule.
00:08:38: Ob man noch dieses Konzept Hausaufgaben in dem Moment soweit braucht oder ob man lieber diesen Freiraum lässt für Sport
00:08:44: etc.,
00:08:45: Und mal dieses alte Konzept Hausaufgaben vielleicht nur im besonderen Bedarf nutzt.
00:08:51: Das wäre für mich eigentlich ein neuer Denkansatz, wo ich sage ja... Ich glaube einige Schulen verfolgen das auch schon.
00:08:56: da gibt es so in der Form nicht mehr und dass man dann sagt pass auf Hausaufgarben das muss nicht mehr sein wenn die Schüler sowieso länger in der Schule bleiben Dann macht man das betreut und dann hat man einfach diese Betreuungszeit.
00:09:07: für vielleicht individuelle Nachhilfe etc.
00:09:10: Verhalte ich für den schlaueren Weg und in der Klasse selbst Ich glaube, ich brauch's kein Handy.
00:09:15: Das sind wir schon eigentlich beim nächsten Thema.
00:09:18: Da ist der Lehrer dann ja auch da die Lehrerin da um dann zu kontrollieren wird hier überhaupt KI eingesetzt oder nicht und dann kann man es dann eben auch an der richtigen Stelle unterbinden und an anderen Stellen einbinden.
00:09:27: Ist immer ein Vorschlag.
00:09:29: Ja also das ist ja in der Tat hast du ja auch beschrieben der Weg dass gerade Ganztagsschulen vielfach gar keine Hausaufgaben geben sondern diese Hausaufgamenszeit in der Schule stattfindet.
00:09:40: In größeren, in höheren Jahrgängen kommst du heute damit nicht mehr aus.
00:09:43: Gerade wenn es dann um intensives Vokabel lernen geht, um Vertiefungen, um Abiturvorbereitung, Abschlussprüfung, da brauchst du zu Hause Lernzeiten und da ist natürlich immer das Schummelrisiko.
00:09:56: Das hatten wir vorher aber auch.
00:09:58: Da haben die Eltern für ein die Hausaufgaben gemacht oder so.
00:10:01: Also so richtig, es ist halt viel einfacher geworden.
00:10:04: Ich glaube das ist die Schwierigkeit und natürlich kann man... also es wäre glaub ich zu viel verlangt wenn man glaubt dass eine Lehrkraft alle Schüler dauerhaft so im Blick hat, dass keine KI-Schummelversuche in der Schule passieren können.
00:10:17: Das ist glaube ich unrealistisch.
00:10:20: Und genau deshalb ist da dann diese große Anforderung trotzdem zu gucken Welche Aufgaben stellt man eigentlich, die eine KI nicht lösen kann?
00:10:27: Denn eine KI ist erst mal ein Large-Language-Model.
00:10:30: Also es packt verschiedene Informationen zusammen und wertet sie auch sehr intelligente Weise aus.
00:10:35: Aber Sie können eigentlich nicht dieses Abstraktionsvermögen leisten beispielsweise, wofür es halt weiterhin Menschen braucht.
00:10:42: Und insofern kann man da...
00:10:45: Ich stelle mir gerade die Reaktionen der unzähligen Lehrerinnen und Lehrer vor, die ganz bestimmt uns jetzt sehen und hören und den gerade ihr Herz in die Hose rutscht, bei dem Gedanken ich muss also schlauer sein als jede KI.
00:11:01: Ich muss Aufgaben mir ausdenken auf die keine KI kommen kann, die meine Schülerinnen und Schüler trotzdem lösen können.
00:11:08: Also irgendwie ein bisschen fehlt mir noch die Fantasie wie das gelingen soll.
00:11:13: Ja, das ist ja auch der Grund warum wir sehr stark versuchen dort Beispiele für solche Aufgaben zur Verfügung zu stellen.
00:11:20: Wir bieten Fortbildungen in dem Bereich an.
00:11:22: Wir können nicht wegnehmen dass das da ist und dass da bestimmte Dinge beispielsweise die Facharbeit in der Oberstufe.
00:11:28: Das wird ja sehr intensiv diskutiert.
00:11:30: Ist es eigentlich richtig abzuschaffen?
00:11:32: Aber eine Facharbeit schreibt halt eine künstliche Intelligenz in drei Minuten.
00:11:36: Das ist einfach für die KI keine Challenge!
00:11:40: Und künftig werden Schülerinnen und Schüler dann halt andere Aufgaben erfüllen müssen.
00:11:46: Vorträge vorbereiten, ein Podcast erstellen also die Arbeit KI richtig zu nutzen und trotzdem selbst wissenschaftlich noch zu arbeiten.
00:11:56: Die wird jetzt dann künftig erfüllt und das ist ehrlicherweise keine Raketenwissenschaft.
00:12:00: aber es ist schon einmal einen Umdenken in der Frage wie man Eigenleistung überprüft und da wird gerade das Mündliche Oder auch die Ertog-Arbeit in den Schulen viel relevanter werden als die Hausaufgabe, die man so nicht mehr abprüfen kann.
00:12:15: Aber das klingt nach deutlich mehr Arbeit für Lehrerinnen und Lehrer.
00:12:18: Die müssen ja viel stärker individualisieren, als das bis jetzt der Fall gewesen ist.
00:12:22: Bis jetzt gibt es da einer Klasse eine Hausaufgarbe?
00:12:26: Klar!
00:12:26: Abschreiben gab's früher schon.
00:12:29: Das war auch ne probate Methode beim Westen in der Klasse relativ einfach und schnell die Hausaufgaben abzuschreiben.
00:12:37: Und dann hat es das hinter dir.
00:12:40: Das wird ja so künftig nicht mehr funktionieren, wenn du sagst ne wir müssen uns das wirklich im Grunde genommen pro Kopf und pro Fach dann immer wieder neu ausdenken wow
00:12:51: Ja und nein, es verändert einfach Arbeit.
00:12:54: Es wird in der Umstellung Arbeit, weil man das entwickelt.
00:12:57: Das ist vollkommen klar.
00:12:58: aber was heißt einfach?
00:13:01: Es ist ein anderes Arbeiten!
00:13:03: Viele Schulen haben damit ja auch schon begonnen und machen damit extrem gute Erfahrungen, weil sie vorher auch Schülerinnen und Schüler verloren haben die sich jetzt dann so nicht mehr verlieren, weil Sie sie besser abholen können.
00:13:14: Und da hilft ja KI auch.
00:13:15: Also wie gesagt, eine Lehrkraft kann künftig auf Knopfdruck für jede Schülerin individuelle Arbeitsmaterialien erstellen.
00:13:22: Das wäre vorher eine Arbeit von den ganzen Sommerferien gewesen und das geht alles viel leichter.
00:13:29: Es gibt zum Beispiel einen BBSen und das finde ich total cool.
00:13:33: Auch Tools wo die Sprachförderung mit der KI passiert.
00:13:37: Wo dann ein Schüler mit derKI chatt über Dinge, die den Schüler vielleicht sogar richtig interessieren.
00:13:44: Und dann sagt die KI irgendwann ich merke du benutzt den Genitiv nicht richtig?
00:13:49: Ich erkläre dir nochmal was das ist und wie es geht!
00:13:52: Dann macht die KI nur noch Übungen zum Genitif bis sie merkt der Schüler, die Schülerin hat das verstanden.
00:14:00: Ich merke, du setzt das Komma nicht vor Weil.
00:14:04: Und insofern üben wir jetzt das und das kann dann eine KI ohne dass ne Lehrkraft diese Vertiefung selber organisieren und durchführen muss.
00:14:15: oder Bewerbungstraining
00:14:16: finden auch
00:14:16: mit der KI statt.
00:14:18: Nur kurz, da ist so ein Avatar dann da mit dem man sich richtig unterhält und der dann die Fragen stellt, die auch wir in Bewerbungsgesprächen stellen würden.
00:14:26: Und die Schülerin kriegt direkt Feedback auf die Antworten.
00:14:29: das wäre vorher in der Individualität überhaupt nicht möglich gewesen.
00:14:33: Das
00:14:33: glaube ich auch sofort dass es viel zielgenauer ist und viel besser auf den Schüler zugeschnitten werden kann.
00:14:39: was ich bezweifeln würde ist und das sehen wir auch bei der rasanten Entwicklung der KI Dass wir Aufgaben erstellen können die KI so nicht lösen kann.
00:14:48: Also was in den letzten zwei drei jahren passiert ist und da rede ich auch nicht über chatchi bt wenn wir uns jetzt claude angucken etc.
00:14:56: Ist der ist der sprung?
00:14:59: Und die entwicklung so rasant dass es nicht möglich sein wird das durchzuhalten, dass man aufgaben entwickelt die so von menschen nichts oder von von schülern lösbar sind aber nicht von Algorithmen.
00:15:13: Ich möchte das vielleicht an einem Beispiel lösen oder erklären.
00:15:19: Es gibt mittlerweile Tools, da benutzt die künstliche Intelligenz andere künstlichen Intelligenzen um halt immer die richtige künstlich Intelligenze für den Anwendungsfall zu haben.
00:15:29: Also wenn es um Bilderkennung geht dann wird automatisch der beste Algorithmus für die Bilderkennung genommen.
00:15:34: Wenn's um juristische Texte gibt gibts dafür spezielle Software etc.
00:15:38: Das heißt ist auch nicht nur eine Künstliche Intelligence sondern es sind künstlige Intelligencen im Verbundsystem die da arbeiten Und das schaffen wir einfach nicht Aufgaben zu entwerfen, die dann nicht löstbar sind.
00:15:47: Ich glaube von dem Gedanken kann man sich verabschieden weil die Entwicklung zu schnell ist.
00:15:51: und wenn man eine Aufgabe hat und der Lehrer das nächstes Jahr wieder in das Programm reinnehmen möchte vielleicht und so funktioniert es nun mal auch.
00:15:57: Dann ist alles zu
00:15:58: spät?
00:15:58: In einer Vorbereitung ist das schon wieder auf total veraltet!
00:16:01: Das sehen wir an den juristischen Bar Exams, die schon bestanden werden... Da bestehen künstliche Intelligenz die Tests von Harvard Law Graduates.
00:16:11: Das muss man sich mal reinziehen, also das ist jetzt kein... Die halluzinieren auch nicht mehr viel.
00:16:16: Das ist Geschichte an vielen Stellen weil sie sich selber hinterfragen können.
00:16:20: Sie stellen sich selber die Fragen ist es wirklich so?
00:16:22: Die können auch selber dann Quellen checken.
00:16:23: und gibt's eine KI die nur die Quellen scheckt.
00:16:26: Also ich glaube davon müssen wir uns verabschieden.
00:16:28: Meine Meinung, das werden die Lehrer auch nicht leisten können.
00:16:31: Wir müssen es wirklich in den Schulen implementieren und einbauen in diesen Prozess.
00:16:35: Da bin ich dabei und dann kann's eine große Chance sein.
00:16:39: Genau!
00:16:39: Und die Aufgabenstellungen ist dann auch nicht?
00:16:42: Ich frage Wissen ab was die KI nicht hat... Weil das wird es nicht absehbar nicht geben, dass eine KI-Dinge nicht weiß.
00:16:49: Sondern die Verwertung dieser Information.
00:16:52: Das ist ja das was uns Menschen dann obliegt.
00:16:54: Also zu entscheiden, was mache ich damit?
00:16:56: Was mache ich nicht damit?
00:17:00: Wie bereite ich das jetzt so auf, dass sich einen guten Vortrag halte?
00:17:04: Und auch sowas kann natürlich eine KI.
00:17:07: Aber ehrlicherweise, sobald ich das mit der KI mache und die Lehrkraft stellt zwei Fragen fällt das Kartenhaus in sich zusammen wenn man es nicht selber durch Drogen hat.
00:17:15: Das sind dann die Elemente, die wir jetzt einbauen müssen in der Frage von Prüfungen Und trotzdem wird weiter der Test geschrieben in der Schule, da hilft dann ja auch keine KI.
00:17:27: Da muss man einfach mit dem eigenen Füller auf Papier, das wird es ja auch weiter geben.
00:17:32: Warum
00:17:32: eigentlich?
00:17:33: Warum lernen Kinder und Schülerinnen und Schüler, warum lernen die heute noch die Handschrift?
00:17:40: Die arbeiten permanent schon von ziemlich früher Zeit an mit Tastaturen Und dann sollen sie auf einmal solche merkwürdigen Verränkungen mit der Hand machen und sich fragen, warum eigentlich?
00:17:52: Die Frage habe ich auch schon gehört.
00:17:53: Was ist denn deine Antwort?
00:17:55: Weil das Gehirn verschiedene Reize braucht!
00:17:59: Also wenn wir das nicht mehr trainieren würden, dann würden wir bestimmte Verknüpfungen im Gehirnt nicht mehr haben also unsere Motorik würde kümmern und wir hätten Probleme in der Breite dessen wie wir lernen und erfahren und uns übrigens auch Dinge merken.
00:18:15: Und vor dem Hintergrund ist das ganz wichtig.
00:18:17: Ziemlich schwierige Erklärung für eine Drittklässlerin, oder?
00:18:20: Das stimmt!
00:18:21: Aber was kann man der Drittklässerin sagen?
00:18:24: Eine Dritt-Klässerin kann man sagen dass sie mit der Handschrift nicht nur lernen zu schreiben sondern auch den Raum wahrzunehmen.
00:18:32: doch das versteht eine Dritklässerin das glaube ich schon.
00:18:35: Machen wir weiter.
00:18:37: Ja, also man lernt über die Frage Handschrift einfach ganz viele Dinge automatisch mit ohne es zu merken.
00:18:44: Also man lernte wo endet das Blatt?
00:18:46: Wie viel Platz habe ich?
00:18:48: Das sind Dinge, die braucht man im Leben immer wieder.
00:18:50: deswegen ist auch so wichtig dass Kinder weiter rennen auf Bäume klettern weil Mathematik zum Beispiel lernt man nicht, wenn man kein räumliches Verständnis hat.
00:18:58: Das räumliche Verständnissen kriege ich aber nur, wenn ich mich im Raum bewege.
00:19:01: Das krieg' ich nicht, weil ich mich bei Sims durch ein Haus
00:19:05: steuere.".
00:19:06: Das ist keine echte Erfahrung!
00:19:07: Also wir brauchen zum Lernen um uns das auch zu merken, echte Erfahrungen und die kann KI uns nicht geben.
00:19:13: Und deswegen wird der Waldbesuch so viel wichtiger, wenn wir mit KI lernen.
00:19:17: als Gegenmodell ja?
00:19:19: Weil wir ohne dass gar nicht lernen können, nicht verstehen.
00:19:24: Also ich erlebe heute eigentlich schon junge Erwachsene, die fast nur auf ihrem Handy oder sonstigen Endgeräten so vor sich hin hacken.
00:19:36: Und Schreiben selber mit der Handschreibung kommt relativ selten vor.
00:19:39: Wie ist das bei dir Christoph?
00:19:41: Du wärst für mich der typische Kandidat... ...der Handschrift eigentlich nur noch im extremen Notfall nutzt,
00:19:46: oder?!
00:19:47: Ja, das tatsächlich so!
00:19:48: Ich hab schon auch ein Notizblock Da steht meistens nichts drauf.
00:19:54: Und wenn
00:19:54: dann kannst du es nicht mehr lesen?
00:19:55: Genau,
00:19:56: und ich genieße das sehr ... Wenn ich digitale Notizen habe, dass ich die suchen kann und das alles wiederfinde.
00:20:03: Bei so einem Zettel hat man vielleicht auch mehrere Büros.
00:20:06: Einzelnenhofer hier im Wahlkreis ist dann alles unkoordiniert.
00:20:13: Wenn ich das einfach digital habe in der Cloud, hab ich's immer verfügbar.
00:20:16: Das geht schneller.
00:20:17: Ich finde die Sachen ... Ich kann mir Erinnerungen stellen, das ist schon praktischer.
00:20:22: Damit zu arbeiten für mich.
00:20:25: Ich halte es auch für richtig, dass man natürlich die Handschrift erlernt.
00:20:29: Jetzt habe ich ja Kognitionswissenschaften mit dem Fokus künstliche Intelligenz studiert.
00:20:33: Das heißt da beschäftigen wir uns natürlich auch wie nehmen wir überhaupt Sachen wahr?
00:20:36: Was ist eigentlich Lernen oder wie funktioniert das und... Das ist natürlich etwas, wo wir über embodied-cognition reden.
00:20:45: Also wissenschaftlich ist das alles genau richtig?
00:20:46: Das
00:20:47: musst du übersetzen!
00:20:47: Nee, das will ich jetzt gar nicht.
00:20:50: Wir wollen über Bildung reden und eng am Thema bleiben im Podcast.
00:20:54: Aber wissenschaftliches ist alles richtig.
00:20:56: Das zu vermitteln, ist immer schwierig.
00:20:57: Ich hab vielleicht eine witzige Familiengeschichte, weil es diese Debatte glaub ich schon immer gab was müssen wir eigentlich noch lernen?
00:21:03: so mein Uropa hat ... Mal in der Schule gesagt, warum muss den eigentlich noch französisch lernen?
00:21:13: So das war damals ein anderer politischer Hintergrund.
00:21:14: ne weil Frankreich wurde eingenommen.
00:21:16: Und er hat seinem Lehrer halt gesagt, Warum musst du ihn eigentlich noch Französisch Lernen?
00:21:19: so da hat der Lehrer natürlich auch gesagt naja es geht hier um Kultur und das bereichert einen etc.. Das ist alles immer nachvollziehbar.
00:21:27: dann kam irgendwann der Taschenrecht Und dann hat mein Vater gesagt, er hatte den ersten Taschenrechner mitgebracht irgendwie aus San Francisco.
00:21:33: Er hat gesagt, warum soll ich jetzt eigentlich noch irgendwie hier schriftlich multiplizieren und dividieren?
00:21:38: Das bräuchte auch gar nicht mehr, ich hab doch einen Taschenregner!
00:21:40: Also diese Sachen hatten wir schon immer.
00:21:42: Ja und jetzt sind wir... ...auch als Generation dann nie komplett hinten runter gefallen.
00:21:46: Und eure Generation sag' ich jetzt mal ist nicht verdummt weil es einen Tasche-Rechner gab.
00:21:53: Meine Generation wird auch nicht ähm Verdumm, weil es jetzt künstliche Intelligenz gibt.
00:21:59: Das glaube ich noch nicht.
00:22:01: Warum nicht?
00:22:03: Warum mich das nicht glauben... Ja
00:22:05: also ich meine dass das Risiko, dass man aus Faulheit heraus aufs eigene Denken verzichtet ist doch beträchtlich.
00:22:13: wenn ich schneller und einfacher ein Ziel komme also die Antwort auf wesentlich bequemere Art und Weise kriegen kann warum soll ich mir der eine selber Kopf zerbrechen?
00:22:23: Ich muss die antwort hier immer noch verstehen.
00:22:26: Also Es bringt ja nichts nur eine Antwort zu haben, sondern ich muss ja immer noch verstehen was diese Antwort überhaupt ist.
00:22:33: Also es... Ich werde nicht danach bewertet oder ich hoffe ich werde nicht nachbewertet dass sich in einem Heft irgendwie etwas abgedruckt habe Was mir eine künstliche Intelligenz ausgespuckt hat.
00:22:44: Sondern ich werde ja dann bewerdet was ich tatsächlich aufs Papier bringen kann was ich im Test auch abrufen kann und in dem test Dann tatsächlich die KI schreiben zu lassen.
00:22:53: das wird mir nicht gelingen Und ich glaube, so intelligent sind unsere Kinder und Schüler.
00:22:57: Dass sie dann irgendwann feststellen vielleicht spätestens ab der fünften sechsten Klasse und vor benutzen Sie KI vielleicht auch gar nicht so intensiv dass das immer nur bis zur Abfragung gut gehen kann sowas.
00:23:08: Aber
00:23:08: ist das nicht ein Kernpunkt von digitaler Bildung?
00:23:11: Überhaupt sagen wir mal zu vermitteln wie viele digitale Fähigkeiten sinnvoll und nützlich.
00:23:19: aber was brauchst du unbedingt als Hintergrundbildung?
00:23:22: Ist das nicht Schlüssel des Zum Ganzen?
00:23:24: Absolut.
00:23:25: Und das wird ja auch sehr intensiv diskutiert, weil da gibt es natürlich tausend Meinungen zu.
00:23:30: Aber genau darum geht's!
00:23:31: Es ist halt ein Werkzeug und es ist kein Selbstzweck.
00:23:35: Deswegen ist ganz entscheidend zu gucken welche Grundbildung und Grundfähigkeiten brauche ich um dann überhaupt das benutzen zu können.
00:23:42: also wir lassen ja auch nicht jeden Autofahren sondern wir sagen erst musst du bestimmte Dinge können, musst eine gewisse kognitive Reife haben.
00:23:50: Lassen wir dich mit einem Führerschein, den muss es dann ja auch noch geben.
00:23:54: Autofahren und da ist das genauso.
00:23:56: man muss gucken wo macht es Unterricht besser?
00:23:59: Wo ist es lernwirksam?
00:24:01: Und was muss ich aber auch lernen um überhaupt bestimmte Apps Software benutzen zu können und mir das dann abnehmen zu lassen?
00:24:07: Warum ist es sinnvoll dass ich das lerne?
00:24:10: warum ist es Sinn voll dass sich das kleine einmal eins auswendig lerne?
00:24:13: Warum is es sinnfull dass ich mit der Hand schreiben kann?
00:24:17: und also Ich merke dass selber dass wir als Erwachsene relativ schnell irgendwelchen Abstraktionen ausweichen, muss man sagen.
00:24:27: Aber das Kinder einen dann doch mit großen Augen an angucken.
00:24:31: Also ich finde, das ist ein richtig schwieriges Problem.
00:24:34: Lass uns noch mal zum anderen Thema kommen.
00:24:36: Welches ist eigentlich denn das Arbeitsmittel?
00:24:39: Ist das Tablet der Schulranzen der Zukunft und die Antwort auf alle Anforderungen außer vielleicht noch dem Turnbortl oder dem Schulbrot?
00:24:50: Ist das die Antwort auf den Schulalltag aus Sicht des Kindes?
00:24:53: Ich hab mein Tablet.
00:24:55: Nein, also auch da gilt, dass es alles mehr geben wird.
00:24:59: Es wird Bücher geben, es wird weiter Hefte geben in die man schreibt und es wird das Tablet geben mit dem man ehrlicherweise sehr viele coole Dinge machen kann um dann zu lernen.
00:25:09: Und es wird Fächer geben wo man das Schulbuch künftig im Bett hat.
00:25:12: Das wird genauso aber auch weiter Schulbücher geben Weil auch da das unterschiedliche Lernanreize bietet.
00:25:18: Das Lesen und Blättern in einem Heft bietet noch mal eine andere Orientierung als das Pet.
00:25:25: Wir haben ja angefangen mit dem Zieljahr-二zigdreißig, was ehrlich gesagt so lange nicht mehr hin ist, dreieinhalb Jahre ... Da wird
00:25:31: sich viel verändern, dass wir es trotzdem nicht vorhersagen können.
00:25:34: Wer meinte?
00:25:34: Wie viele
00:25:35: Prozent der Kinder in Niedersachsen, um als Beispiel zu sagen, haben dann in der Schule ihr Tablet?
00:25:42: Ja also alle ab der siebten Klasse!
00:25:46: Okay, und davor wird gesagt erst mal lieber noch nicht.
00:25:50: Ja ...
00:25:51: Also es gibt ja Schulen die beginnen bereits mit der fünften Klasse.
00:25:55: Es gibt übrigens auch Schulen aus guten Gründen mit der achten oder neunten Klasse, weil sie vorher viel mehr vermitteln wollen.
00:26:02: Aber gerade in der Grundschule ist das toxisch.
00:26:05: Weil da wollen wir halt, dass Kinder die Handschrift lernen, dass sie erleben.
00:26:10: Kinder in dem Alter lernen noch sehr viel über.
00:26:13: Wir bauen einen Turm, wir stellen uns das real vor.
00:26:16: Wir erleben, dass wir fassen es an und begehen das.
00:26:19: Also wir bewegen uns auch beim Lernen um es zu verstehen.
00:26:24: Da würde man Kindern sehr viel lernen Möglichkeiten nehmen, wenn sie dann schon in diese digitale Welt überführt.
00:26:31: Mal abgesehen davon dass die nur bedingtfähig sind.
00:26:33: also das ist alles intuitiv.
00:26:36: also bedienen können Sie das aber im besten Sinne anwenden.
00:26:40: Also so für sich nutzen wie sie es müssten können sie's halt nicht weil Swiping alleine macht kein Lern Erfolg.
00:26:46: Insofern ist das durchaus nicht zu empfehlen.
00:26:50: Ist zwanzig, dreißig oder vielleicht schon früher die Schule eine händifreie Zone?
00:26:57: Ich würde sagen weitestgehend ja.
00:27:00: Also wir haben jetzt in Niedersachsen auch Handyregeln rausgegeben, haben den Schulen aber gesagt ihr müsst sie mit den Schülern entwickeln und ihr dürft davon auch abweichen.
00:27:10: Und wir erleben dass sehr viele Schulen es komplett verbannen.
00:27:14: Mit guten Erfolgen also.
00:27:16: warum habt ihr eigentlich nicht gesagt kommen wir verbieten an den Niedersachse-Schulen, entweder generell oder bis zu Klasse X, Y, da bieten wir Handys an den Schulen.
00:27:27: Warum macht ihr das nicht so rum?
00:27:30: Weil wir in Nieder Sachsen auf der einen Seite schon viele Schulen haben die Konzepte haben, die funktionieren und die würden wir damit komplett rasieren ohne Not Und gleichzeitig ist die Akzeptanz von Maßnahmen größer wenn die Schule das für sich entscheidet.
00:27:47: Ich glaube man muss immer erklären ich werde oft gefragt Warum habt ihr nur Empfehlungen rausgegeben?
00:27:52: Und dann muss man vielleicht einmal sagen, wenn eine Ministerin ...
00:27:55: Genau.
00:27:55: So wollte ich das gefragt haben.
00:27:57: Wenn ne Ministerin Schulen etwas empfiehlt, also sagt für Kinder in der Grundschule sind Handys ungesund, hat das für Schulen eine Wirkung, weil das ist mein nachgeordneter Bereich.
00:28:07: Das ist nicht so wie ... Stefan bitte zieht dir mal ein Pulli an, das würde ich dir empfehlen, weil ich find's kalt!
00:28:13: Sondern es ist schon ne Ansage an Schulen.
00:28:15: Das wird oft missverstanden, da ist vielleicht Verwaltungssprache auch.
00:28:20: Manchmal schräg, weil wenn ich etwas empfehle ist das die Orientierung.
00:28:25: Und trotzdem wollten wir halt nicht Schulen die Konzepte haben.
00:28:29: Es gibt zum Beispiel Schulen, die sagen, wenn Schüler viel Verantwortung übernehmen sich für die Schule engagieren und so weiter dann dürfen sie das Handy zweimal die Woche in der Pause nutzen oder so um.
00:28:40: das kann man sich erarbeiten.
00:28:41: Das funktioniert auch!
00:28:43: Warum soll ich dann Schulen jetzt sagen es dürft ihr nicht mehr machen?
00:28:46: Weil ich weiß besser dass für euch das Verbot der Weg
00:28:50: Naja, weil es gibt Länder die verbieten sogar Handys bis zu einem bestimmten Alter.
00:28:55: Die Australien haben ja angefangen.
00:28:57: Was hältst du vom gesetzlichen Verbot?
00:28:59: Ich halte sehr viel davon, dass man sagt Smartphones sind nichts für kleine Kinder.
00:29:05: Weil sie können intuitiv swipen aber sie können davon eigentlich nicht zähren.
00:29:10: also die Nachteile sind unglaublich viel größer und der Mehrwert überschaubar.
00:29:14: und damit meine ich nicht das Elternmal eine Serie anmachen und das dem Kind da hinstellen.
00:29:20: Das ist ja damit nicht gemeint.
00:29:23: Und gerade soziale Netzwerke haben halt überhaupt keinen Kinder- und Jugendschutz, die scheren sich darum nicht.
00:29:29: Wir sagen auch in anderen Bereichen, Kinder haben nicht in die Glücksspielhalle zu gehen und Kinder sollen sich kein Porno angucken.
00:29:36: Wenn es dann aber Plattformen gibt, die all das ermöglichen, müssen wir im digitalen Raum hier Kinderschutz ernst nehmen Und insofern müssen wir da einfach auch Regeln setzen.
00:29:46: Über welches Alter redest du da?
00:29:48: Ich finde, sechzehn eigentlich ein gutes Alter.
00:29:51: Ich finde vierzehn sollte das Mindestalter dessen sein ab wann man das erlaubt.
00:29:57: Also wenn ich es recht verstehe hat Julia uns gerade gesagt sie ist für ein Handyverbot gesetzlich ab sechszehn Jahre bis jetzt.
00:30:05: Social Media.
00:30:05: Social media und
00:30:07: Social
00:30:07: Media
00:30:08: ja kleine Unterschiede gibt natürlich Anwendungen die auch den Kindern vielleicht ja soziale Teilhabe ermöglichen, Kommunikation ermöglichend.
00:30:16: Es gibt für sowas halt auch gute Management-Systeme.
00:30:18: Was
00:30:19: meinst du?
00:30:20: Zum Beispiel kann eine Möglichkeit sein zu kommunizieren wir nützen das ja oft und viel über per WhatsApp zu kommunizieren, das ist so.
00:30:30: Das ist für viele ein Teil der sozialen Teilhabe muss man so sagen weil da halt auch viele Leute sind und weil die Gruppen so funktionieren.
00:30:37: Ich würde es mir auch anders wünschen dass es anders aufgestellt ist, weil natürlich auch in WhatsApp-Gruppen hässliche Sachen versteckt werden können.
00:30:44: keine Frage ganz enorm sogar.
00:30:47: aber deswegen muss man das schon etwas abwägen was man dort tut oder welchem Alter.
00:30:52: Deswegen würde ich auch nicht übers Handy verboten, sondern eben eher über Social Media-Verbot reden wollen.
00:30:59: Und vielleicht ist die spannende Frage nicht nur dieses Verbot zu diskutieren, sondern das eine zu tun und aber die Bildung aufleben zu lassen also noch mal Richtung digitale Bildung ganz explizit zu schauen.
00:31:13: was können wir da noch tun?
00:31:16: Ich glaube da kehren sich auch viele Elternhäuser noch relativ weit von weg weil das irgendwie nicht so ihr Thema ist.
00:31:23: Sie kannten das vielleicht noch nicht so, nehmen es nicht so wahr und erkennen nicht wie groß diese Gefahr ist die da schlummert?
00:31:30: Und wenn man da schon vorher sensibilisiert was dort passieren kann dann ist natürlich ein Kind auch ganz anders emotional gewappnet.
00:31:37: Das finde ich die hoch elegante Überleitung zu einem Thema dass sich unbedingt noch los werden wollte politische Bildung.
00:31:44: Christoph hat ja schon angedeutet worin auch Risiken und Nebenwirkungen von Social Media Nutzung bestehen können.
00:31:53: Und da gibt es einen ganz engen Zusammenhang mit der politischen Sozialisation, also wie komme ich eigentlich dazu, dass ich etwas gut oder doof finde?
00:32:02: Bist du zufrieden, wie heute politische Bildung läuft und wie ist deine Vorstellung vom politischer Bildung in der ziemlich digitalisierten Schule?
00:32:14: Also erstmal glaube ich läuft da wirklich extrem viel und auch wirklich viel Gutes.
00:32:19: Und trotzdem merken wir es reicht nicht oder es kommt nicht ausreichend an, das liegt auch daran dass sich junge Menschen dadurch dass sie soviel auf Social Media unterwegs sind viel im Gaming Bereich von bestimmten, ich nenn's mal analogen Angeboten noch einfach gar nicht angesprochen fühlen.
00:32:37: Die sind alle wichtig, die sind toll.
00:32:39: Die machen Spaß.
00:32:40: aber wir sehen es braucht irgendwie mehr und auch anderes.
00:32:45: Und wir haben deswegen angefangen jetzt zu gucken wie wir in diesem ganzen Gaming-Bereich politische Bildung machen können.
00:32:52: Also gerade rechtsextreme Strukturen bewegen sich viel Auch auf Gaming-Plattformen sind dort unterwegs, akquirieren dort Menschen.
00:33:00: Wir sind da selber total unsichtbar mit unserem Werben für die Demokratie.
00:33:05: Deswegen sind das Themen, in die wir jetzt ganz stark zusätzlich reingehen.
00:33:11: Wenn wir uns Schulen angucken, dann ist mein Eindruck, dass Demokratiebildungen, die passiert überall und wir machen auch viele Angebote.
00:33:19: aber die Angebote zum Beispiel werden oft von Gymnasien besucht manchmal oder vielfach von IGessen nicht so sehr von anderen Schulformen Und wir haben letztes Jahr angefangen deswegen zu sagen Wir machen diese Angebote gezielt für Hauptrealoper-Schulen Weil wir die ja auch erreichen wollen.
00:33:35: Also es haben ja alle Kinder gleichermaßen ein Recht darauf, solche Erfahrungen zu machen und das funktioniert erstaunlich gut weil die Schulen sich das erste Mal eingeladen oder angesprochen fühlen dass mitzumachen.
00:33:48: Und da ist aber dann auch wieder die Frage wie erreichen wir denn diese Schüler?
00:33:51: Weil sie sprechen eine ganz andere Sprache und da lernen wir gerade ehrlicherweise Ganz viel
00:33:57: finde ich einen extrem wichtigen Punkt weil Du wirst auch die Erfahrung haben, wenn man an Schulen zu Besuch ist.
00:34:04: Dann gibt es völlig unterschiedliche Themen im Gymnasium einer Oberstufe oder einer Gesamtschule oder zum Beispiel in der Berufsschule.
00:34:13: und ich finde auch wirklich interessant, wenn sich die Wahlanalysen zum Beispiel den letzten Landtagswahlen anguckt das eine Menge Indizien dafür sprechen dass wir auch ein gespaltenes Wahlverhalten in der jüngeren Generation haben.
00:34:26: Ist das eine gespaltene Jugend?
00:34:28: die jetzt heranwächst?
00:34:30: und was kann man eigentlich über pädagogische Maßnahmen an der Stelle machen?
00:34:36: Ich weiß nicht, ob man sagen kann wir haben eine gespaltene Jugend.
00:34:39: Wir haben natürlich dort den Abbild dem wir unter den Erwachsern das Abbild auch haben.
00:34:43: also da sind diese zum Teil sehr heftigen Auseinandersetzungen Und wir haben einfach sehr unterschiedliche Lebensrealitäten.
00:34:53: Ich glaube, da holen wir bestimmte Gruppen viel weniger ab oder erreichen sie auch gar nicht mit unseren Angeboten.
00:34:58: Das ist tatsächlich so ... Ob man jetzt Gespeiten sagen kann?
00:35:01: Ich glaub, da würde jetzt uns Herr Mao sagen, dass man das nicht sagen kann.
00:35:05: Aber ... Wir haben
00:35:07: sehr ... Schade, das hat mich nicht gefragt.
00:35:09: Ja, spannend!
00:35:10: Es lohnt sich mit ihm auch darüber noch mal zu reden.
00:35:14: Aber wir haben auf jeden Fall sehr unterschiedliche Lebensrealitäten.
00:35:18: Und wir erreichen die jungen Menschen sehr, sehr unterschiedlich mit den Angeboten und deswegen sind wir da gerade dabei auch neue Angebote zu konzipieren und gezielt bestimmte Schulen zu adressieren.
00:35:29: Wie läuft das?
00:35:30: Also ich sag mal ein Beispiel ... Wenn ich an der Schule bin, sei zwei, dann geht es sehr schnell um Klimaschutz.
00:35:40: Und wenn ich an einer Berufsschule bin, geht's sehr schnell im Spritpreise.
00:35:43: Das sind zwei ... komplett unterschiedliche kulturen auf die man da trifft.
00:35:48: durch welches spiel willst du das auflösen oder kann man das auf lösen?
00:35:54: oder wie kann ich mir das vorstellen Was du erklärst am älteren Menschen.
00:35:58: Also wir haben halt oft in den letzten Jahren immer wieder Demokratiekamps, Demokratiepreise und so weiter veranstaltet.
00:36:05: Und da kam dann die Gruppe Gymnasiale Oberstufe hat sich dann um die Preise beworben, hat sich auf diesen Camps verabredet und die waren sich alle sehr schnell einig und haben dann da munter drüber geredet wie sie sich mehr einbringen können.
00:36:19: So, und ehrlicherweise Gymnasiasten wissen aber auch wie man eine Petition schreibt.
00:36:24: Die wissen, wie man in den Stadtrat geht die wissen, Wie man sich für ihre Belange einsetzt und die Eltern der Kinder wissen das auch.
00:36:30: Das heißt sie haben sehr schnell die Erfahrung.
00:36:32: meine Stimme zählt Und ich weiß wie ich sie einsetze.
00:36:35: und dass hat einer Hauptschülerinnen-Hauptschüler nicht so in aller Regel Nicht.
00:36:39: Ich will das jetzt nicht pauschalieren.
00:36:43: Wie machen wir das jetzt?
00:36:44: Wir öffnen unsere jetzigen Angebote nur für Hauptreal-Oberschulen und übrigens BBSen, also gerade die vollzeitschulischen Schulform.
00:36:53: Und holen die zusammen und sagen was ist euch wichtig?
00:36:55: Was interessiert euch?
00:36:57: Wo setzt ihr euch durch?
00:36:58: Wo habt ihr das Gefühl dass ihr euch einbringen könnt und dass man eure Meinung vertritt?
00:37:02: und wo sind eure Themen in der Politik grade wichtig Und diskutieren mit ihnen, wie könnt ihr diese durchsetzen?
00:37:09: Also wir bringen sie quasi in die Stadträte.
00:37:12: Oder wir zeigen Ihnen, dass Ihre Stimme wichtig ist und wie man sie einsetzen kann auch jenseits von.
00:37:19: Ich pöbe bei Social Media das Deutschland im Bach runtergeht oder fühle mich halt nicht gehört.
00:37:27: Da haben wir zum Beispiel Rapper in Niedersachsen, mit denen wir zusammenarbeiten, die im Bereich Demokratiebildung unterwegs sind Oder auch andere Bands und dann nähern wir uns zum Beispiel über Musik, also dass wir zu denen sagen Wir machen zusammen Musik ihr komponiert Lieder oder ihr könnt jetzt mal rappen.
00:37:44: Und erzählen und unterhalten uns dabei darüber was ist euch denn wichtig und haben darüber die Brücke sie dann zu motivieren sich auf wirklich selber einzubringen.
00:37:53: und wer hat letztes Jahr solche camps Ehrlicherweise.
00:37:57: Ich war sehr, sehr angefasst weil da zum Teil Schülerinnen und Schülern saßen die sagten Frau Hamburg mich hat das erste Mal jemand gefragt was ich denke oder ich war noch nie bei einer Veranstaltung mit einem Rapper.
00:38:09: Weil den Kindern dass ja auch von den Elternhäusern vielfach gar nicht geboten wird ne?
00:38:13: Die kennen das nicht.
00:38:14: Und das was ich aus dem Gymnasium kenne dass man so was einmal im Jahr macht oder zweimal im Jahr und das, was meine Eltern noch mit mir machen.
00:38:22: Und und und!
00:38:23: Das ist anderen Kindern total verschlossen.
00:38:26: Deswegen setzen wir jetzt die Ressourcen sehr gezielt für diese Schulen ein, weil diese Kinder diese Erfahrungen sonst gar nicht machen.
00:38:32: Ich da einmal rein darf aus meiner Erfahrung gibt es trotzdem wahnsinnig viele Schulen, die sich eigentlich dem ganzen Partizipativen auch dem demokratischen, auch dem kommunalen verorten eigentlich relativ erfolgreich wären dagegen weil sie sagen wir müssen da immer unpolitisch sein, wir müssen möglichst neutral sein.
00:38:51: Wir müssen dann immer sofort alle Parteien einladen die es irgendwie auf diesem Planeten gibt und verstecken sich da relativ stark dahinter und halten alles was Demokratie ist.
00:39:01: aufgrund dieser unpolitischen Seite die Sie dann dort zitieren halten Sie raus aus den Schulen.
00:39:07: das finde ich ziemlich schade.
00:39:10: Ich hätte es gerne, wenn wir keine Ahnung Projekte haben.
00:39:13: Die kommen dann mal in den Stadtraten und machen eine Jugendfragestunde.
00:39:16: Das kann man ja alles machen das gibt es ja vor Ort.
00:39:18: da kommt nur einfach kein Jugendlicher Und an den Schulen ist es auch nicht gelebt und das muss man so ganz klar sagen.
00:39:24: Also
00:39:24: ich habe eine andere Erfahrung die andere Erfahrung dass Lehrkräfte zum Beispiel an Hauptschulen sagen ich hab alle Hände voll zu tun überhaupt die Grundbasics von Unterricht aufrechtzuhalten.
00:39:38: Ich muss jede Menge Erziehungsarbeit nachholen, von der wir eigentlich miteinander geoffnetten, das wäre schon zu Hause gelaufen ... Leute ich kann einfach nicht mehr!
00:39:48: Das ist so die
00:39:48: typische Rückmeldung.
00:39:49: Da bin ich auch
00:39:50: völlig dabei.
00:39:50: Das würde ich genauso unterstreichen.
00:39:52: aber dafür gibt's dann halt nicht mehr den Raum, das zu tun und das ist natürlich schade wenn wir das in einer politischen Bildung noch stärker einbringen können.
00:40:00: es ist natürlich gut Aus meiner Sicht auch ein Stück von den Schulen kommen, weil vom Elternhaus werde ich es nicht erwarten können.
00:40:07: Dass die mit ihrem Kind dann mal in Stadtrat gehen und sagen guck dir das mal an.
00:40:10: Das wird einfach nicht passieren.
00:40:12: Gibt's
00:40:12: denn die Zeit dazu?
00:40:13: Also wieder zwanzig dreißig deine Schule der Zukunft.
00:40:17: gibt's dann an den unterschiedlichen Schulformen mehr Zeit für politische Bildung?
00:40:23: Das glaube schon.
00:40:24: Also wir fangen jetzt schon an, die Grundsatzerlasse der Schulen zu überarbeiten und ihnen diese Fräume zu geben.
00:40:30: Wir sagen ihnen nicht ihr müsst sie für politische Bildung nutzen sondern wir sagen zum Beispiel auch hier können Sie für soziale Kompetenzen nutzen.
00:40:37: das ist manchmal ja auch schon wichtig und auch dass es ehrlicherweise die Grundlage für politischen Bildungen... Entschlagt
00:40:43: Ihr denn dafür dann auch die Lehrpläne?
00:40:45: Ja!
00:40:45: Das ist ein hartes Brett Aber ein dickes Brett, ein hartes Brot.
00:40:49: Bis jetzt
00:40:50: höre ich nämlich immer, eigentlich wird es nur mehr nicht weniger?
00:40:52: Ja,
00:40:53: nee das kann ich nicht bestätigen.
00:40:54: aber wir doch beschmeißen Dinge raus und wir ermöglichen auch Schulen nochmal ganz andere Schwerpunktsetzungen zu haben.
00:41:02: also wir werden beispielsweise jetzt den Erlass für Hauptrealoberschulen verändern oder die Regelung und werden dort festlegen dass sie auch zum Beispiel entscheiden können In der fünften und sechsten Klasse mehr Deutsch- und Matheunterricht, auch Sozialtrainings zu machen.
00:41:19: Und dafür später dann die anderen Fächer intensiver.
00:41:23: Weil wir auch die Erfahrung machen dass es überhaupt nichts bringt wenn die Deutsche und Matte noch nicht können.
00:41:26: Aber dann aber anfangen andere Fäche zu lernen.
00:41:30: Aber
00:41:30: in der Sekt zwei sollst du auch Politik abwählen können richtig?
00:41:34: Das stimmt!
00:41:35: Du solltest Politik abwehlen können wenn du Erdkunde und Geschichte weiter machst.
00:41:39: das ist da für die Bedingung Und ich glaube, da ist total wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass wir halt drei sehr wichtige gesellschaftspolitische Themen haben.
00:41:48: Die Kinder hatten vorher schon Politik und auch Erdkunde, glaube ich, ist in der heutigen Zeit ein Thema wo wir wenn wir uns den Iran Krieg anschauen Wenn wir uns die USA anschauen wie sie sich gerade verhalten Sehr naheliegend ist das wir auch hier Kompetenzen vermitteln müssen und das wichtige Themen sind um sich politisch gut bewegen zu können.
00:42:07: Insofern Wir werden die Gesellschaftswissenschaften sogar stärken mit der Oberstufenreform, weil Kinder künftig Politik-Erdkunde und Geschichte belegen können.
00:42:16: Das konnten sie vorher nicht.
00:42:18: Vorher war Erdkunde faktisch raus.
00:42:20: Das gab es einfach dann nicht mehr in der Ober Stufe.
00:42:23: Und insofern ermöglichen wir das.
00:42:26: aber man muss vor Augen führen sich dabei wie ermöglichend den Schülerinnen und Schülern ein bis zwei Fächer abzuwählen.
00:42:32: Mehr nicht!
00:42:33: Es geht nicht alles Mögliche ab zu wählen Und die Wahrscheinlichkeit, dass dann alle Kinder in der Elftenklasse sagen da wählen wir Politik ab ist nicht sonderlich hoch.
00:42:42: Ja?
00:42:42: Ist das so?
00:42:43: Also ich muss sagen allein der Gedanke der er bereitet mir unwohl sein weil wir sind ja in einer Zeit die Hochpolitisch ist und wo wahnsinnig viele Weichen gestellt werden.
00:42:53: und Ich bin ein großer Fan von Geschichte Das war mein Lieblingsfach in der Schule.
00:42:57: Aber ehrlich gesagt, die Gegenwart darf man darüber nicht aus dem Auge verlieren.
00:43:02: Das ist gut, wenn man weiß was der Rechtskirchenstreit im Jahre Jahrtausend sechsensechzig so zum Gegenstand hatte aber noch besser es ist.
00:43:09: du kannst ein bisschen mit beurteilen was passiert denn da jetzt gerade eigentlich im Nahen Osten?
00:43:13: Was hat das mit uns zu tun
00:43:15: genau?
00:43:15: aber deswegen glaube ich auch ist die Wahl zwischen Erdkunde oder Politik eine sinnvolle weil man natürlich gerade auch im Erd kunde unterricht sich mit genau diesen internationalen konflikten sehr stark beschäftigt Und hier genau solche Fragen eigentlich auch mal diskutieren kann.
00:43:30: Was passiert eigentlich mit den Zellen?
00:43:31: Welche Auswirkungen hat das, wie arbeitet China eigentlich gerade und welche Auswirkung hat das auf Europa?
00:43:38: Und warum gibt es denn diesen Iran-Krieg eigentlich grade?
00:43:40: und was passiert im Nahen Osten?
00:43:42: Das sind Themen die werden ja nicht vorrangig alleine im Politikunterricht besprochen wenn dann überhaupt in der Intensität sondern halt auch in Erdkunde Glaub ich, ist das eigentlich gut hier diese Fächer auch gleichrangig aufzustellen?
00:43:57: Muss ich noch mal doher nachdenken ehrlich gesagt.
00:44:01: Wir haben schon wieder fast eine Dreiviertelstunde miteinander geredet.
00:44:05: Ist sehr schnell rumgegangen die Zeit.
00:44:06: Das ist wirklich ein spannendes Thema und ein spannender Gast.
00:44:10: Vielleicht mal mit der Abschlussphase.
00:44:12: Wir kommen... Abschlussfrage wir kommen aus dem Jahr zwanzig dreißig.
00:44:16: hast du irgendeine Idee wie Schule im Jahr zwantig vierzig aussieht?
00:44:22: Puh!
00:44:24: Oder sagst
00:44:25: du, wir
00:44:25: steuern auf Sicht?
00:44:26: Wir steueren auf Sicht.
00:44:28: Ich glaube, dass sich bis zu zwanzig dreißig schon wirklich viel verändert in der Gesellschaft und damit auch in Schule.
00:44:34: Ich würde mir nicht zutrauen sagen so wollen wie wir zwanzich vierzig hier leben und arbeiten und lernen.
00:44:39: Also da endet die visionäre Kraft...
00:44:41: Aber eins ist gewiss, die Handschrift bleibt wichtig!
00:44:45: Das heißt, wir brauchen eine extrem agile Systemschule.
00:44:47: Es ist ja auch ein Learning das wir sehr schnell reagieren können müssen auf neue Entwicklungen.
00:44:54: Wir hatten das ja fuhren bei KI, dass man dort durchaus anpassen muss und sich auch den neuen Algorithmen dann stellt.
00:45:00: Spannend!
00:45:02: Weil ich halte Schule nicht von Jahr für zu Jahr steuerbar ehrlicherweise.
00:45:07: Vielleicht brauchst du dann einfach noch mehr freie Räume.
00:45:09: der Weg ist eingeschlagen.
00:45:10: Vielen Dank fürs tolle Gespräch.
00:45:12: bis zum nächsten Mal hoffe ich Tschüss.
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